Greentube Alderney

UK Gambling Commission verhängt Strafe gegen die Novomatic-Tochter Greentube Alderney! (Bild von Sergey Zolkin)

Die für den britischen Raum der Online Casinos zuständige Novomatic Tochter Greentube Alderney hat eine erhebliche Geldstrafe durch die Regulierungsbehörde im Vereinigten Königreich aufgebrummt bekommen. Wie am 02. November öffentlich wurde, muss der Softwareanbieter ein Bußgeld in Höhe von 685.000 Pfund aufgrund einer mangelhaften Umsetzung von Auflagen für verantwortungsvolles Glücksspiel und die geltende Anti-Geldwäschepolitik zahlen. In Großbritannien ist die Aufsichtsbehörde nicht gerade zimperlich, was Geldstrafen betrifft gegenüber Unternehmen aus der Glücksspielbranche, dass es jetzt die Tochterfirma des großen Glücksspielkonzerns aus Österreich betrifft ist neu, schließlich ist gerade Greentube für den vorbildlichen Umgang mit Glücksspielgesetzen bekannt.

Greentube Alderney – Versäumnisse bei der Geldwäschebekämpfung

Die britische Glücksspielkommission (UKGC) hat regulatorische Maßnahmen gegen den bekannten Publisher ergriffen, den viele wegen seiner Online Slots wie Always Hot und dem bekannten Automaten mit Poseidon, dem Herrscher der Meere in der Hauptrolle – Dolphin`s Pearl – kennen. Die Rede ist von einer Strafzahlung in Höhe von 685.000 Pfund gegenüber Greentube Alderney. Grund dafür soll sein, dass es Defizite bei der sozialen Verantwortung gibt, wonach es zu Versäumnissen gekommen ist. Weitaus schwerwiegender erscheint zudem der Vorwurf, dass im aufgeführten Zeitraum die erforderlichen Maßnahmen gegen Geldwäsche nicht ordnungsgemäß umgesetzt worden sind.  Wie aus dem Bericht des Online-Mediums Gaming Intelligence hervorgeht kamen die Entscheider im Rahmen der Untersuchung der Regulierungsbehörde kürzlich zu dem Schluss, dass Greentube die formellen Richtlinien der Kommission für den Umgang mit Kunden nicht ordnungsgemäß umgesetzt hat. In der Folge hat die staatliche Glücksspielaufsichtsbehörde zu den Online-Aktivitäten von Greentube zwischen Dezember 2019 und November 2020 eine Strafzahlung erlassen. In dieser Zeit hat es das Unternehmen versäumt, mit den Kunden zu interagieren, um das Risiko von Schäden durch Glücksspiel wirksam zu minimieren.

Außerdem wurden die empfohlenen Maßnahmen der Behörde nicht vollends umgesetzt, um das Geldwäscherisiko während des Untersuchungszeitraums eingrenzen zu können. Im Detail soll es zu dienstleistungsbezogenen Versäumnissen gekommen sein. Es fehlen womöglich Belege hinsichtlich der Transaktionen, um zu erkennen, ob Kunden geschädigt oder gefährdet wurden, während gleichzeitig die verantwortungsvolle Interaktion der Betreiber mit den Nutzern kritisiert wird. Was die Interaktion mit den Kunden betrifft, so haben es die Tochtergesellschaften von Greentube versäumt, zahlreiche Bestimmungen des Kodex für soziale Verantwortung (SRCP) einzuhalten, was die Identifizierung von Kunden, die Züge von problematischen Spielverhalten aufweisen sowie die Einleitung von Maßnahmen zur Kundenbetreuung angeht. Greentube räumte ein, dass die Interaktion mit den Kunden “zu sehr auf dem Schwellenwert von 1.000 Pfund Nettoverlust in 30 Tagen basierte, um potenzielle Anzeichen für problematisches Glücksspiel zu erkennen”. Als Ergebnis der Ermittlungen hat die UKGC spezifische Bedingungen zur Greentube Lizenz hinzugefügt, die den Betreiber zwingen, innerhalb von 12 Monaten ein Audit durch eine dritte Partei durchzuführen, um die Einhaltung der LCCP-Bedingungen zu überprüfen – über die Ergebnisse wird der Behörde Bericht erstattet.

Helen Venn, geschäftsführende Direktorin der Kommission, erklärte hierzu: „Die Einhaltung der von der Kommission erlassenen Vorschriften, die darauf abzielen, die Menschen in Sicherheit zu wiegen und Glücksspielkriminalität zu vermeiden, ist keine Option. Wir werden stets entschlossen gegen jene Betreiber vorgehen, die die hohen Standards, die wir für die Verbraucher in Großbritannien erwarten, nicht erfüllen.“

Umfangreiche Compliance-Maßnahmen

Der Kommission zufolge bestanden die meisten Interaktionen mit den Kunden aus einer E-Mail, in der die verfügbaren Hilfsmittel für verantwortungsbewusstes Spielen erklärt wurden, ohne dass eine Reaktion des Kunden erforderlich war. Demnach gab es kaum Belege dafür, dass die Interaktionen auf das Ausmaß des potenziellen Schadens zugeschnitten waren. Zusätzlich zu den Unzulänglichkeiten bei der Bekämpfung von Geldwäsche stellte die UKGC-Untersuchung fest, dass der Novomatic Betreiber Greentube nicht in der Lage war, Bankauszüge effektiv zu überprüfen oder zu analysieren, um Kundenadressen nachzuweisen.

Die UKGC hat sich mit der Erfahrung aus gut zwei Jahrzehnten Online-Glücksspiel eine hohe Akzeptanz erarbeitet. Dabei reagiert die Behörde immer strenger und zögert nicht hart gegen die Casino Anbieter und Provider vorzugehen, denen es nicht gelingt, die hohen Standards zu erfüllen, die für die Verbraucher in Großbritannien gesetzlich vorgeschrieben sind. Generell ist von Altlasten auszugehen, denn Greentube arbeitet im höchsten Maße seriös.

Das expandierende Unternehmen steht für Glücksspiel-Entertainment auf höchstem Niveau und hat sich verpflichtet, in allen Ländern, in denen es tätig ist, die höchsten Compliance-Standards einzuhalten. Dies umfasst zweifelsohne auch die Verpflichtungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und sozialer Verantwortung. Damit einhergehend ist die Geldbuße der Gambling Commission als ein Warnsignal zu werten. Das Unternehmen hat die Compliance-Kontrollen verschärft, um die aktuellen Richtlinien und Prozesse aller relevanten Standards zu erfüllen.

EU Lotto ist das zweite große Unternehmen, das in den letzten Monaten mit einer Geldstrafe der UKGC wegen Versäumnissen im Bereich der sozialen Verantwortung und der Geldwäschebekämpfung konfrontiert wurde. Zuvor hatte die Aufsichtsbehörde bereits eine Strafe in Höhe von 5,85 Millionen Pfund gegen die Rank Group-Tochter Daub Alderney verhängt sowie gegen die Lottoland Tochtergesellschaft EU Lotto in Höhe von 760.000 Pfund.