Spielbanken online

Spielgerätehersteller und Spielbanken online – der stationäre Markt entdeckt die Qualitäten des virtuellen Glücksspiels! (Bild von Samantha Borges)

Die Branche der Online Online ist eine der dynamischsten der Welt, was das finanzielle Wachstum angeht. Während im Internet eine Bestmarke der nächsten folgt, haben es Unternehmen der Glücksspielbranche auf dem stationären Markt zunehmend schwerer. Restriktive Gesetzgebungen sorgen für Schließungen und Spielgäste suchen sich Alternativen, die oft nur im Internet ohne große Umwege zu erreichen sind. Hinzu kommen die zurückliegenden Corona-Probleme, die womöglich nachhaltig viele Geschäftsbereiche da draußen zum Erliegen gebracht haben. Allein die deutsche Abstandsregelung hat in kürzester Zeit zu hunderten Schließungen und Petitionen gegen regulatorische Vorgaben geführt. Nichtsdestotrotz ist eins in den letzten Monaten deutlich geworden: Mehr Spielgerätehersteller und Softwarestudios sowie auch Spielhallen und Spielbanken online anzutreffen, die eigentlich auf dem terrestrischen Markt zuhause sind.

Bekannte Hersteller, Spielhallen und Spielbanken online

Der iGaming-Markt bietet offensichtlich nicht nur in Deutschland große Chancen für Quereinsteiger. Dabei können es neue Unternehmer sein oder auch niedergelassene Einrichtungen, die plötzlich in den Spielbanken online zugegen sind. Deutsche Spieler kennen das Lachen der Merkur Sonne seit Generationen aus Kneipen, Spielotheken, Casinos und begegnen den Automatenspielen mittlerweile auch in den Spielbanken online. Bei Bally Wulff sieht es nicht anders aus. Der renommierte Profi für Spielautomaten in der Gaststätte ist mit Partner Gamomat seit Jahren international mit bekannten Titeln wie Mighty 40 und Royal Seven Slots im Internet unterwegs.

Aus einer ganz anderen Richtung drängen mittlerweile auch Automatenbetriebe auf den Online-Markt. Der Betreiber Playland Casino aus dem niedersächsischen Raum hat zum Beispiel eine virtuelle Automatenspielhalle eröffnet, um auf diesem neuen Markt mitmischen zu können. Die Gründe für den Einstieg sind sicher unterschiedlich. Das Unternehmen hat eine Vielzahl von Kunden, die es gilt, auch in den heimischen vier Wänden zu erreichen, um eine starke Bindung zu erzielen. Auf der anderen Seite besteht ein Vertrauensverhältnis gegenüber einem langjährigen Betreiber, der seriöses Glücksspiel in der örtlichen Spielhalle anbietet.

Durch die Virus-Situation ist der stationäre Markt streckenweise über Monate zum Erliegen gekommen und gleichzeitig sind die Umsätze bei Online Slots und anderen Spielformen durch die Decke gegangen. Im Zuge der Glücksspiel-Legalisierung in Deutschland haben entsprechend Spielhallenbetreiber angefangen, sich mit dem Gedanken anzufreunden, selbst in Spielbanken online zu investieren. Softwareanbieter wie ORYX Gaming, die unter anderem Gamomat Spiele online vermarkten, bringen das Know-how mit und es braucht keine großen Investitionen, um in den legalen Bereich vorzudringen.

Ein weiterer Vertreter aus der deutschen Spielhallen-Landschaft, der den Schritt ins Internet unternommen hat, ist Jokerstar. Das Unternehmen hat sogar als stationärer Partner von Löwen Entertainment mit Greentube eine Kooperation gestartet, um einige Novomatic Slots online anbieten zu können.

Die Verlockungen einer innovationsfreudigen Branche

Eine beträchtliche Anzahl derzeitiger Online-Anbieter hat seinen Ursprung im Offline-Bereich, dieser Trend scheint sich weiter zu entwickeln, weshalb mit noch mehr Marken aus diesem Sektor im Internet zu rechnen ist. Immerhin kann die iGaming-Branche mit zunehmend mehr neuen Technologien punkten. Von Virtual Reality über KI bis hin zu integrierten Chat-Systemen – Innovation spielt eine zentrale Rolle im Online-Glücksspiel und die Vorteile neuer Technologien locken sowohl Casino Anbieter als auch Spieler an. Hierbei werden auch deutsche Casinos in den Bundesländern die Chance nutzen wollen, mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag mit ihren Spielbanken online zu gehen. In Nordrhein-Westfalen (Gauselmann), Baden-Württemberg und selbst Thüringen sind die Weichen mehr oder weniger gestellt für Staatsmonopole und Privatisierung des Sektors unter den Regeln der Länder.

Dazu kommt ein deutlich breiteres Kundenspektrum sowie auch Echtgeld Spiele. In der Spielothek, Gastronomie und selbst Spielbank ist die Anzahl an Spielgeräten meist vorgegeben. Außerdem ist es natürlich auch eine Platzfrage, wie viele Geräte aufgestellt werden können. Eine Website bietet mehr Raum für Vielfalt, da es keine Einschränkungen in dieser Richtung gibt. Erwartungsgemäß ist auch die Bezahlung auf dem Online-Glücksspielmarkt einfach geregelt und hat sich mit schnellen Transaktionen durch eWallets, Online-Banking oder Prepaid-Karten bei Kunden bewährt. Personal braucht es auch keins, um den Kassenbereich zu steuern, da der Zahlungsprozess im Internet durch die Bezahldienste weitgehend selbst geregelt wird.

Die Verlockungen einer innovationsfreudigen Branche

Spielbanken online haben ein größeren Angebot (Bildquelle: Leon Seibert auf Unsplash)

Laut einer Gambling Global Market Opportunities & Strategies Studie ist die Größe des globalen Online-Glücksspielmarktes im Jahr 2021 mit einer durchschnittlichen Wachstumsquote von 10,4 % von 73,42 Milliarden US-Dollar auf 81,08 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 gestiegen. Bis 2026 lautet die Vorhersage, dass der Markt in Bereiche von bis zu 115,13 Milliarden US-Dollar vordringen wird.

Neue Märkte zu erschließen

Für deutsche Spielbanken online ist der Gedanke, im Ausland auf Kundenfang zu gehen, sicher noch ein wenig abwegig. Zu viele gesetzliche Hürden gilt es hierbei zu überwinden, da haben es Unternehmen aus liberaleren Ländern wie zum Beispiel Schweden und Großbritannien einfacher, wo ein Großteil der Marktführer der Branche zu Hause ist. Aus Deutschland sind es vielmehr technologische Entwicklungen und Spiele von Merkur Gaming, Gamomat und Bally Wulff oder aus Österreich die Marke Novoline von Novomatic, die sich in den Spielbanken online etabliert haben und teilweise auch selbst als Betreiber über Tochtergesellschaften fungieren. Gauselmann ist beispielsweise mit Bede Gaming, einem britischen Beteiligungsunternehmen sowie auch edict eGaming im Bereich Online Casino Software tätig, und Novomatic deckt mit Greentube die Casino Anbieter Seite ab, wo unter anderem bekannte Glücksspielportale wie Admiral, Novoline Deutschland und StarGames dazu zählen.

Mit Branchengrößen, wie Betsson, SkillOnNet (DrückGlück), NetEnt, Evolution oder Playtech, ist Europa führend im Online-Glücksspiel, sowohl in der Verbreitung als auch bei der Entwicklung und der riesige asiatische Markt liegt nicht weit dahinter. Aber ein Großteil der Aufmerksamkeit in der Branche ist auf die aufstrebenden Märkte in der ganzen Welt gerichtet. Afrikanische Länder wie Kenia, Nigeria, Südafrika und Tansania bieten Betreibern von Online Casinos und Sportwetten die Möglichkeit, einen Fuß in die Tür eines schnell wachsenden Marktes zu bekommen. Das Gleiche gilt für lateinamerikanische Länder wie Mexiko, Kolumbien, Chile, Peru und – vor allem – Brasilien, das bald Sportwetten regulieren wird. Die USA öffnet sich ebenfalls sukzessive, wobei jeder Bundesstaat für sich selbst die Regeln aufstellt.

In der Regel ist es so, dass die aufstrebenden Märkte Möglichkeiten bieten, eine Marke zu etablieren, bevor die Kosten und Vorschriften sich auftürmen und die Umsetzung erschweren. Etablierte Märkte wie die in Europa sind sicherlich wertvoller, aber sie sind auch mit höheren Anlaufkosten und mehr regulatorischen Anforderungen verbunden, die es zu bewältigen gilt. Eine Spielstätte vor Ort kann nicht einfach zusammenpacken und in einen neuen Markt umziehen. Konzessionen sind teuer und Auswahlverfahren dauern nicht selten Monate oder sogar Jahr. An dieser Stelle können Online Casinos in einer Reihe von verschiedenen Märkten gleichzeitig tätig sein.

Neue Märkte zu erschließen

Spiele von Novomatic, Gauselmann und selbst Gamomat gibt es auf mehreren Kontinenten online! (Bildquell: Gerd Altmann auf Pixabay)

Wenn niedergelassene Spielbanken online gehen, dann sind die Angebote meist auf eine Region zugeschnitten. In Schweizer Casinos online gibt es zum Beispiel ausnahmslos Betreiber mit einer echten konzessionierten Spielbank vor Ort. Das Geschäftsmodell mag international noch in den Anfängen stecken, ist jedoch auf lange Sicht ein probates Mittel, um den virtuellen Wandel mitzugehen und ein zweites Standbein im Internet aufzubauen, wie es die Beispiele Playland und Jokerstar aus Deutschland bereits zeigen.

Anhaltender Trend mobiles Spielen

Gute Online Casinos passen sich zunehmend an die sich ständig ändernden Bedürfnisse der Spieler an und profitieren davon: Über 50 Prozent der Einnahmen aus Online-Glücksspielen stammen inzwischen aus dem Spielbetrieb mobiler Endgeräte. Der Spieler von heute wünscht sich, die Vorzüge der Spielbanken online über ein handliches Gerät in der Tasche zu haben. Zu jeder Zeit und an jedem Ort online spielen zu können verleiht auch dem Offline-Betreiber ein vollkommen neues Geschäftsmodell. Die meisten Spielbetriebe sind an Öffnungszeiten gebunden und deren Spielgäste müssen eine Anfahrt bewältigen und brauchen ebenso die Zeit dafür.

Der schnelle Zock zwischendurch auf dem Weg zur Arbeit oder zum Abschalten nach Feierabend muss somit gut geplant sein, während die Spielbanken online rund um die Uhr geöffnet haben. Zeitlich bleibt der Spieler stets flexibel und muss sich nicht mit den örtlichen Zeitvorgaben herumschlagen. Es ist also klar, dass zunehmend mehr Spielhallenbetreiber das nahezu grenzenlose Potenzial des digitalen Glücksspielmarktes erkennen und sich mit einer eigenen Seite etablieren möchten. Neu erfinden müssen diese das Rad nicht. Es gibt einige Softwareanbieter, die entsprechenden Vorhaben zur Lizenzierung begleiten und als Gaming-Aggregator marktgeeignete Spielangebote bereitstellen.

Anhaltender Trend mobiles Spielen

Es wird zunehmend mehr über das Handy online gespielt (Bildquelle: Afif Kusuma auf Unsplash)

Besonderheiten der Corona-Situation  

Die Coronavirus-Pandemie hat zweifelsohne zu Veränderungen auf dem weltweiten Glücksspielmarkt geführt, insbesondere in dessen dynamischstem Segment – den Online-Casinos. Auf der anderen Seite haben die stationären Anbieter teilweise herbe Verluste hinnehmen müssen. Novomatic hat allein 2020 rund 50 Prozent weniger Geldspielgeräte verkauft als im Vorjahr und auch die Gauselmann Gruppe hat das erste Mal in der 60-jährigen Unternehmensgeschichte rote Zahlen geschrieben. Wobei auch die Wettbranche im Netz Einbußen zu verkraften hatte, denn der Sportmarkt ist ebenfalls über Monate weggebrochen, wobei sich durch die Verlegung die Umsätze einfach auf sonst weniger starke Monate verteilt haben.

Generell haben viele Spielgäste aus den örtlichen Spielstätten in der Corona-Phase einen Versuch gewagt, online zu spielen. Ein Großteil davon hat die Vorteile schätzen gelernt. Ein Kundendienst steht fast rund um die Uhr telefonisch Unterstützung, per Chat oder wenigstens über eine E-Mail stehen Ansprechpartner zur Verfügung. Es gibt deutlich größere Spielauswahl als in der Spielothek und die Ein- und Auszahlung ist sofort möglich. Fakt ist: Im März 2020, als die Virus-Epidemie über die Welt hereinbrach, erlebte der globale Online-Glücksspielmarkt ein massives Wachstum, da traditionelle Casinospieler sich Online-Optionen zuwandten und Wettfreunde sich Alternativen wie Virtual Sports angeschaut haben. Auch wenn ein Teil zurück in die authentische Spielstätte kehrt, der massive Umbruch wirkt sich noch 2022 auf die Glücksspielbranche aus.

Besonderheiten der Corona-Situation

Schließungen von Spielstätten durch Corona (Bildquelle: Jordy_Nijenhuis und Gerd Altmann auf Pixabay)