Spielautomaten Steuern September 2023

Plötzliches Millionenloch: Online Spielautomaten Steuern September 2023 fallen erneut! (Bildquelle: bundesfinanzministerium.de)

Die Steuereinnahmen beim Online-Glücksspiel in Deutschland fallen im September erneut – Minus von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Rückgang deckt sich fast genau mit dem sinkenden Steuervolumen aus den Monaten Januar bis September im Jahresvergleich. Dachverbände und Vertreter der Glücksspielbranche führen den Rückgang auf eine zunehmende Abwanderung der Spieler in den Schwarzmarkt zurück. Dies war die einhellige Meinung der meisten Teilnehmer der Gaming in Germany Konferenz am 16. Oktober 2023 im Berliner Adlon-Hotel. Stellen wir die Monate gegenüber, dann sind die Spielautomaten Steuern September 2023 zumindest nicht mehr ganz so drastisch gefallen, wie es in einigen Vormonaten der Fall gewesen ist.

Spielautomaten Steuern September 2023 sinken deutlich

Wie kann es sein, dass die landesweiten Spielautomaten Steuern September 2023 derart stark rückläufig sind, wo sich doch die Anzahl legaler Online Casinos Deutschland im Vergleichszeitraum nahezu verdoppelt hat? Gehen wir noch weiter zurück, dann hat die Steuerquelle virtuelles Automatenspiel seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags im Juli 2021 in etwa die Hälfte an Wert eingebüßt. Das ist schon eine mehr als besorgniserregende Entwicklung in Bezug auf die im Glücksspielvertrag hochgesteckten Kanalisierungsziele der regulatorischen Seite.

Und es ist bei dieser Entwicklung nicht abzusehen, wie es in den kommenden Monaten weitergeht. Zumal Experten immer wieder betonen, dass es wenig wahrscheinlich ist, dass weniger deutsche Spieler im Online Casino mit Echtgeld spielen. Vielmehr hat der regulierte Markt seinen Reiz in nur wenigen Monaten verloren. Gründe lassen sich hierfür eine ganze Reihe ausmachen. Die Spielautomaten Steuern September 2023 gehören hier dazu, denn diese markieren das Ergebnis der Einsatzsteuer auf digitale Spielautomaten auf monatlicher Basis. Diese wirkt sich herabsenkend auf die Auszahlungsquoten der Online-Spiele aus, was Branchenvertreter als einen Grund der Abwanderung deklariert haben. Des Weiteren das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat für eine Reihe von Spielern ein Grund woanders zu spielen.

Die rückläufigen Einnahmen der Glücksspielsteuer im Segment der virtuellen Automatenspiele ist bedenklich. Schließlich wird mutmaßlich nicht weniger online gespielt. Eine Verlagerung in die Illegalität ist anzunehmen. Erste Gegenmaßnahmen sind bereits aktiv. Dem JackpotPiraten Casino wurde eine Ausnahmeregelung gewährt, um nach Bonitätsprüfung einzelnen Kunden Einzahlungen bis zu 10.000 Euro monatlich zu erlauben.

Blick auf die Entwicklung der Steuerquelle virtuelles Automatenspiel

Vergleichen wir die ersten drei Quartale 2022 mit den steuerlichen Ergebnissen 2023, dann ist ein Unterschied von rund 145 Millionen zu verzeichnen. Ein immenser Steuerverlust in einem sich gerade mal seit zwei Jahren etablierenden Marktes für Online Casinos. Gerade in Bezug auf die vielen neuen Online Casinos mit deutscher Lizenz, die erst 2023 zugelassen wurden, ist dies schon verwunderlich. An dieser Stelle kann man annehmen, dass die nicht genehmigten Betreiber eine höhere Attraktivität ausstrahlen. Das Steuervolumen der beiden zu vergleichenden Zeiträume im Vergleich:

  • Steuer auf virtuelle Automatenspiele Januar bis September 2023: 204.283.000 Euro
  • Steuer auf virtuelle Automatenspiele Januar bis September 2022: 350.924.000 Euro

Es gab im Laufe der letzten Monate zahlreiche Veränderungen in den Glücksspielportalen, die nicht wirklich aufgelöst worden sind. Beispielsweise sind trotzt gültiger Glücksspiellizenz von heut auf morgen eine nicht unerhebliche Zahl an Online Slots bestimmter Provider verschwunden. Das wirkt sich zwangsläufig auf die Attraktivität der Spielangebote aus. Außerdem wurden die verpflichtenden Zentraldateien immer stärker eingebunden, sodass die Obergrenzen für Einzahlungen, das parallele Spielen und andere Eckpfeiler des Spielerschutzes konsequenter eingesetzt werden.

In der Folge haben sich offensichtlich mehr deutsche Spieler nicht erlaubnisfähigen Angebote zugewandt. In Zahlen lässt sich das belegen, in dem wir einfach die Spielautomaten Steuern September 2023 und den Vorjahresmonat zur Hand nehmen. Die vom Bundesfinanzministerium ausgewiesenen 5,3 Prozent Einsatzsteuer brachten dem Fiskus 18.958.000 Euro ein, was einem Bruttospieleinsatz in Höhe von 357.698.113,21. Im Vorjahr lag der Bruttospieleinsatz hingegen noch bei 617.037.735,85. Ein Rückgang in dieser Größenordnung ist alarmierend und sollte auch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dazu bewegen, sich mit möglichen Änderungen im Glücksspielvertrag im Hinblick auf die potenzielle Evaluierung im Jahr 2026 zu beschäftigen.

Online-Slot-Steuer 2022 2023
Januar 45.995.000 € 32.710.000 €
Februar 55.096.000 € 25.196.000 €
März 39.592.000 € 22.221.000 €
April 41.423.000 € 24.815.000 €
Mai 38.060.000 € 21.228.000 €
Juni 6.383.000 € 22.474.000 €
Juli 32.780.000 € 16.222.000 €
August 57.765.000 € 20.548.000 €
September 32.703.000 € 18.958.000 €
Oktober 26.290.000 €
November 30.058.000 €
Dezember 22.426.000 €

Quelle: Bundesministerium der Finanzen Monatsbericht September 2023 zu den Steuereinnahmen nach Steuerarten. Weitere Infos unter: www.bundesfinanzministerium.de

Ein weiterer interessanter Vergleich ergibt sich aus den Bruttospieleinnahmender ersten drei Jahresviertel 2022 und 2023. Im Jahr 2022 wurden in lizenzierten Echtgeld Casino rund 6,621 Milliarden Euro eingesetzt, während es im selben Zeitraum 2023 nur noch knapp 3,9 Milliarden Euro waren. Daraus ergibt sich ein Umsatzrückgang von rund 2,7 Milliarden Euro.