Games-Branche

Mehr Fördergelder für die Games-Branche, bei der Verteilung gibt es jedoch große Unterschiede! (Bild von game.de)

Der game – Verband der deutschen Games-Branche fungiert als eingetragener Verein mit einer enormen Tragweite. So ist die Organisation beispielsweise mit beteiligt an der jährlichen gamescom, die weltweit zu den größten Veranstaltern im Bereich der Spiele für Computer und Konsolen gehört. Primäres Ziel des Dachverbands für Spieleentwickler ist es, den Standort Deutschland zu einer führenden Institution im Gaming-Business zu etablieren. Dafür ist auch das Engegement der Politik gefragt, um die Entwicklungen der Publisher, Spielehersteller, eSports-Veranstalter und damit verbundene Unternehmen, Dienstleister sowie auch Bildungszentren zu fördern. Hierfür hat die Organisation in einem Bericht veröffentlicht, welche Bundesländer die Marktentwicklung und Spielkultur durch regionale Förderung weiter zum Expandieren bringen.

Games-Branche in Bayern, Berlin und NRW am besten aufgestellt

Im Rahmen einer Befragung unter den deutschlandweiten Mitgliedern der Games-Branche wurde relativ deutlich, welche Länder großes politisches Interesse an der Förderung der zukunftsorientierten Spielbereiche haben. Hierbei hat der Verband bereits im Mai 2021 Daten der GfK Marktforschung veröffentlicht und dargelegt, dass es einen signifikanten Anstieg unter den Spielern in Deutschland durch die Pandemie im Jahr 2020 zu verzeichnen gab. Interessanterweise hat der größte Anteil der spielenden Bevölkerung das 50. Lebensjahr bereits überschritten. Mit der steigenden Nachfrage expandiert der deutsche Markt – Innovationen sind gefragt.

Den Entwicklungsbereich nachhaltig zu fördern ist gleichzeitig eine Investition in die Zukunft. Die Games-Branche wächst sukzessive und das in alle Richtungen. Auch die Spielstudios von Merkur Gaming, Bally Wulff und Gamomat profitieren von dieser Entwicklung, denn Fachkompetenz aus dem eigenen Land ist immer noch die beste Wahl für ein deutsches Unternehmen. Die Bedeutung von Fördermitteln auf der regionalen Ebene freizugeben, gewinnt daher an Priorität, gleichwohl dies abhängig von den Bundesländern ist. Laut der jüngsten Erhebung der Games-Branche sind es drei Länder, die in Deutschland seit Längerem tonangebend sind in den Bereichen der Spielentwicklung.

Mit den Regierungen der Hauptstadt Berlin sowie in den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen stellt die Politik den größten Etat zur Verfügung. In der Abstimmung der Branchen-Mitglieder landen hinter der Top 3 der Stadtstaat Hamburg und Baden-Württemberg. Kaum von Bedeutung hatte die Games-Branche bisher in mittel deutschen Raum sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Unter den Schlusslichtern reiht sich ebenfalls Hessen ein, obwohl das Regierungspräsidium Darmstadt beim Glücksspiel die Kontrolle über das deutschlandweite Spielersperrsystem OASIS hat.

Das Engagement in die Games-Branche zu investieren nimmt zu. Auch in den hinteren Bereichen sind Maßnahmen in Planung, schließlich ist der Zukunftsmarkt Gaming äußerst interessant. Beispielsweise betreibt der Löwenplay Merkur Casino Anbieter aus Bingen am Rhein für die Eigenmark Lionline Automatenspiele unter anderem auch ein Designstudio in Dresden.

Standortabhängige Investitionsentscheidungen

Die repräsentative Abstimmung für das Jahr 2021 im Branchenbarometer des game – Verbands verdeutlicht auch, dass durch die Förderung sich Standorte entwickeln, wo es attraktiver wird, sich als Unternehmen der Branche anzusiedeln. Außerordentliche Programme zur Gründung von Gaming-Studios bilden die Grundlage für Wachstum und gleichzeitig auch der Etablierung von konkurrenzfähigen Wettbewerbungsbedingungen. Sich in einem Bundesland anzusiedeln, das machen Unternehmen der Games-Branche zunehmend vom Engagement der Bundesländer abhängig, die diesbezüglich landesweit ihre Bemühungen verstärken.

Ein ausschlaggebendes Argument sind zweifelsohne Fördergelder, aber auch Voraussetzungen, geeignetes Personal zu finden. Die Bedingungen unter den Ländern variieren hierbei sehr stark. Eine aufsteigende Region scheint sich im Raum Leipzig-Halle zu entwickeln. Gleich mehrere Hochschulen und Universitäten sind in dem Ballungsraum angesiedelt und die Landesregierungen von Sachsen und Sachsen-Anhalt scheinen erkannt zu haben, welche Wirtschaftskraft in diesem dynamischen Industriezweig steckt. Zudem sind die Voraussetzungen, was Mieten und Kosten der Lebenshaltung betrifft, günstiger als in vielen anderen Ländern. Gerade für die Start-ups sind dies gute Voraussetzungen, um sich am Markt zu etablieren.

Landesweite Förderung der Games-Branche

Um international mithalten zu können, wird der Bund Fördermittel freigeben, die auf Landesebene zur Unterstützung von Games-Unternehmen vorgesehen sind. Attraktive Standorte entwickeln, um Fachpersonal anzulocken und Strukturen zu etablieren, ist ein riesiges Thema. Die Bundesländer haben jedoch hinsichtlich ihres Potenzials, was standortabhängig sehr unterschiedlich ist, die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte festzulegen. In Zukunft wird sich dieses Investment auszahlen, denn der Wachstumstrend der Games-Branche wird über Jahre ungebrochen anhalten und mit neuen Technologien einem permanenten Wandel durchlaufen.

Sich international gut aufzustellen, mit Gaming aus Deutschland, scheint eine gute Option, um die präsenten Marken wie Merkur Gauselmann mit Automatenspielen wie Jokers Cap und Magic Mirror aus dem Bereich Echtgeld Casinos zu überflügeln. Den letzten deutschen Kracher der Computerspielgeschichte sind längst Raritäten wie Anno 1602 und Anstoss 2. Andreas Illiger landete einen Erfolg mit Tiny Wings für iOS-Geräte, einem Finger-Tippspiel mit Millionen App-Downloads. Der Wettbewerb ist mittlerweile ein anderer, die Konkurrenz auf dem globalen Markt riesig und die Umsätze im Milliarden-Bereich angesiedelt.

Finanzielle Förderung durch den Staat ist somit ein probates Mittel, um den Entwicklungsstudio eine Starthilfe zu geben. Die Verteilung ist jedoch sehr unterschiedlich. In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise, wo unter anderem die angesehenen Universitäten Rostock und Greifswald angesiedelt sind, fand die Games-Branche bisher gar keine Berücksichtigung. Demgegenüber hat die Stadt Hamburg seit über einem Jahr wieder einen Fond installiert und unterstützt das Gaming-Business jährlich mit über einer halben Million Euro. In Nordrhein-Westfalen werden sogar 3 Mio. € bereitgestellt. Rheinland-Pfalz hat für 2021 Fördermittel in Aussicht gestellt und in den Ländern Niedersachsen, Saarland und Baden-Württemberg ist der Etat erhöht worden.

Den Markt mitzugestalten sollte im Interesse des deutschen Staates liegen, um auch in Zukunft in einer der umsatzstärksten Industriezweige präsent zu sein. Die Marktentwicklung weist spielformübergreifend jährlich enorme Wachstumsraten auf und mit der Legalisierung des Online-Glücksspiels könnte Deutschland in allen Bereichen eine führende Rolle einnehmen.

Den vollständigen game -Verband Bericht zur Games-Branche können Sie hier nachlesen!