Carl Brincat tritt ab Januar 2024 als CEO von MGA zurück

die Malta Gaming Authority (MGA) beginnt mit der Suche nach einem CEO, nachdem Carl Brincat seinen Rücktritt für 2024 bestätigt hat! (Bildquelle: mga.org.mt)

Der Verwaltungsrat der Malta Gaming Authority (MGA) hat eine Erklärung herausgegeben, um auf die bevorstehende Auflösung des Vertrags von Carl Brincat, dem Chief Executive Officer (CEO) der MGA, hinzuweisen. Die staatliche Glücksspielaufsichtsbehörde hat angekündigt, dass ihr aktueller CEO Carl Brincat keine Verlängerung seines am 25. Januar 2024 auslaufenden Vertrages anstreben wird. Damit beginnt für die Regulierungsbehörde auch schon die Suche nach einem Nachfolger, nachdem der amtierende Chef seinen Rücktritt für 2024 bestätigt hat. Der Jurist Brincat war zuvor Chief Legal & Enforcement Officer der MGA und gehörte mehr als sechs Jahre lang zu deren Rechtsabteilung, bevor er 2021 den Chefposten von Heathcliff Farrugia übernommen hatte.

MGA-Chef Carl Brincat tritt im Januar 2024 zurück

Bei der Glücksspielbehörde MGA wird es bald einen Führungswechsel geben, denn ihr Chief Executive Officer, Carl Brincat, hat seine Entscheidung bekannt gegeben, seinen am 25. Januar 2024 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Ende Oktober 2023 gab er bekannt, dass er seine Amtszeit an der Spitze der Regulierungsbehörde nicht verlängern werde. Der Aufsichtsrat hat Dr. Brincat seinen Dank ausgesprochen, insbesondere für seine herausragenden Führungsqualitäten während seiner Zeit als CEO. Für die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden und die damit verbundene Verantwortung hat der Verwaltungsrat einen speziellen Nachfolgeplan für die Führungsebene aufgestellt.

In diesem Zusammenhang wird die Behörde offiziell eine öffentliche Ausschreibung für die besagte Stelle einleiten. Darüber hinaus soll dieser gesamte geplante Prozess einen reibungslosen Übergang von Dr. Brincat zum nächsten CEO gewährleisten. Es wird jedoch erwartet, dass der ausgewählte Nachfolger einige Wochen in der Nachfolge von Dr. Brincat tätig sein wird, bevor er am 26. Januar nächsten Jahres offiziell seine Arbeit aufnimmt.

Der MGA-Vorsitzende Dr. Ryan C. Pace erklräte unter anderem: „Carl hat umfangreiche Beiträge zur Malta Gaming Authority und zur Glücksspielindustrie in Malta geleistet und wir sind zuversichtlich und sehr dankbar für das starke Fundament, das er hinterlässt, während wir die strategischen Ziele der MGA weiter verfolgen. Die Entscheidung, das MGA zu verlassen, fällt mir sehr schwer. Die letzten neun Jahre waren eine Achterbahnfahrt der Erfahrungen, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin, und es war ein Privileg, die Behörde in den letzten drei Jahren zu leiten.“

„Achterbahnfahrt der Erfahrungen“

Als Reaktion auf sein Ausscheiden teilte Carl Brincat seine Gedanken mit und räumte ein, dass ihm seine Entscheidung schwerfalle. Er beschrieb seine neun Jahre bei der MGA als eine „Achterbahnfahrt der Erfahrungen“, die wesentlich zu seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung beigetragen habe. Für den noch amtierenden Geschäftsführer der maltesischen Aufsichtsbehörde war es eine Ehre, für diesen verantwortungsvollen Posten ausgewählt wurden zu sein. Dabei hat er die Institution für legale Online Casinos mit Lizenz und Sportwetten-Erlaubnisse sowie auch andere Glücksspielformen in einer für die MGA und die Branche gleichermaßen kritischen Phase geführt.

Malta steht nicht mehr auf der grauen Liste der FATF und hat sich im Zuge zunehmender Regulierungsvorhaben in europäischen Ländern weiterhin behaupten können. Die Behörde hat die neue Gesetzgebung erfolgreich unterstützend begleitet, die vorsieht, Klagen aus dem Ausland in Bezug auf Glücksspielverluste nicht mehr vor maltesischen Gerichten zuzulassen. Hierzu gab es und gibt es immer noch Debatten im Ausland. Insbesondere aus Deutschland, wo heut ein Online Casino legal sein kann, aber womöglich zum Zeitpunkt der Verluste eines Spielers noch keine gültige Glücksspiellizenz hatte, wird negativ zur sogenannten „Bill No. 55“ argumentiert.

Diese ist mutmaßlich zum Schutz einheimischer Glücksspielbetreiber erlassen wurden und macht es schwerer, zivilrechtliche Ansprüche von Spielern aus dem Ausland durchzusetzen. Inwieweit dies mit dem Rücktritt von Carl Brincat zu tun hat, ist derweil nicht bekannt. Dieser hatte noch zum Amtsantritt verkündet, dass er auf die Entwicklung der Glücksspielaufsicht stolz ist und deren Weg, die Regulierungsstandards stetig anzuheben, um den Spielerschutz zu verbessern.

Spielerklagen und Maltas Gesetzentwurf 55

Auf dem alljährigen Bundeskongress zum Glücksspielwesen 2023 wurde die brisante Gesetzesänderung auf Malte im Hinblick auf Rückzahlungsforderungen von Spielverlusten intensiv diskutiert.

Rückblickend auf die nunmehr 9-jährige Amtszeit von Dr. Carl Brincat merkt MGA-Vorstand Dr. Ryan C. an: „Wenn ich zurückblicke, bin ich stolz auf die Arbeit, die wir gemeinsam geleistet haben, und auf das hoch motivierte Team, das mich in der Behörde umgibt. Ich freue mich darauf, in den letzten Monaten meiner Amtszeit weiterhin unsere Verpflichtungen zu erfüllen, und ich habe keinen Zweifel daran, dass mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin auf das fantastische Team der MGA zählen kann, das ihm oder ihr helfen wird, weitere Verbesserungen zu erzielen. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was die Zukunft für die Behörde bereithält.“

Für den aufhörenden Chef der MGA war es von Beginn an von immenser Bedeutung, stärkere Partnerschaften mit anderen Regulierungsbehörden und Interessengruppen sowie der Branche selbst zu pflegen, um ein Regulierungsumfeld zu schaffen, das die Ziele der maltesischen Behörde, wie sie im Gesetz festgelegt sind, auf möglichst effektive, transparente und verhältnismäßige Weise erreicht. Darüber hinaus vertritt er das grundlegende Anliegen der MGA, sich weiterhin dafür einzusetzen, den wichtigen Sektor Online-Gaming in Malta zu stärken und die neuesten Möglichkeiten für Kompetenz und Innovation zu erschließen.

Quelle: MGA Pressnachricht „Carl Brincat to hand over the reins at the MGA”, weitere Infos unter: www.mga.org.mt

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