Spielautomaten Steuern Februar 2024

Spielautomaten Steuern Februar 2024: Online-Slot-Steuerquelle sinkt weiter! (Bildquelle: bundesfinanzministerium.de)

Die Spielautomaten Steuern Februar 2024 bringen es nur noch auf 18,619 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Februar 2022 war noch mit 55,096 Millionen Euro ausgefallen. Damit wird in Online Casinos mit deutscher Lizenz gut zwei Drittel weniger gespielt, als es vor zwei Jahren der Fall gewesen ist. Damit wurden im Januar dieses Jahr rund 351,3 Millionen Euro an den Echtgeld-Spielautomaten eingesetzt – im Vergleichsmonat 2022 waren es noch rund 1,04 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den Einnahmen aus der virtuellen Automatensteuer Februar 2023, welche das Spielniveau des Januars widerspiegelt, ist ebenfalls ein Rückgang von 26,1 Prozent festzustellen, im Vorjahr verbuchte der Fiskus noch Steuereinnahmen von 25,196 Millionen Euro.

Steuermiese setzt sich mit Spielautomaten Steuern Februar 2024 fort

Auf den ersten Blick mag es sich für suchtversierte Experten gut anführen, solche rückläufigen Steuerstatistiken beim Glücksspiel zu sehen. Der Schein trügt! Mehrere Studien haben bereits öffentlich gemacht, dass schätzungsweise die Hälfte der Spielzeit wieder auf dem Schwarzmarkt stattfinden. Offensichtlich kann die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit den verfügbaren Mitteln des maßgebenden Glücksspielstaatsvertrags die Kanalisierung des legalen Marktes nicht bewerkstelligen. Gerichte haben bereits Vollzugsinstrumente wie IP-Blocking als nicht durchführbar erklärt und Zahlungssperren scheinen nur punktuell zu greifen.

Kaum vorstellbar ist, dass deutsche Spieler in einem so großen Maß weniger spielen. Insbesondere das neue Glücksspiel-Survey 2023 hat hierzu mit seinen Suchtzahlen eher das Gegenteil zutage gebracht. Auch wenn die Untersuchung teilweise von Branchenverbänden aufgrund der neuen Methodik kritisch betrachtet wird. Dennoch ist ein Rückgang bei der Spielsucht nicht ansatzweise zu erkennen. Im Zusammenhang mit der Spielautomatensteuer, die ausschließlich Online-Einsätze auf Seiten mit deutscher Lizenz repräsentiert, deutet dies auf einen hohen Anteil von Spielern auf dem Schwarzmarkt hin.

Steuerfrei online spielen scheint zu boomen

In den legalen Online Casinos Deutschland wird nunmehr dreimal weniger gespielt als noch vor zwei Jahren. Hierzu können wir auch direkt den 3-Jahresvergleich ansetzen und nicht nur den Januar einbeziehen, sondern den allgemein stärksten Monat für Online Casinos – den Dezember! Nehmen wir die zwei Monate zur Grundlage, dann zeichnet sich ein ebenso rückläufiges Bild. Allein im letzten Jahr ging es um rund 18,7 Millionen Euro nach unten. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass dies einem prozentualen Anteil von 5,3 Prozent getätigter Spieleinsätze im legalen Bereich entspricht. Was wiederum ein Rückgang von rund 350 Millionen Euro bedeutet. Nachfolgend die Steuereinnahmen Januar und Februar der letzten Jahre:

  • Januar & Februar 2024: 39,185 Millionen Euro
  • Januar & Februar 2023: 57,906 Millionen Euro
  • Januar & Februar 2022: 101,091 Millionen Euro

Normalerweise sind sinkende Steuern in der Regel auf eine Steuersenkung zurückzuführen. Die Spielautomaten Steuern Februar 2024 basieren jedoch auf derselben virtuellen Automatensteuer wie all die Monate und Jahre zuvor. Seit der Glücksspielvertrag im Juli 2021 in Kraft getreten ist, werden auf jeden Einsatz am Online Casino Spielautomaten in Deutschland 5,3 Prozent Steuer fällig.

Diesen Umstand kritisiert die Branche und Verbände schon lange. Dadurch sind die Auszahlungsquoten der Echtgeld Online-Slots weniger attraktiv wie auf dem Schwarzmarkt. Es gibt nicht wenige, die behaupten, dass eine Besteuerung des Online Casino Gewinns für die Kanalisierung vorteilhaft wäre. So wie es bei den Spielbanken in Deutschland gehandhabt wird. Der Spieler zahlt keine Steuer, lediglich der Bruttospielertrag, die Differenz von Einsätzen und Auszahlungen an Spieler – der unternehmerische Gewinn wird gestaffelt nach Höhe besteuert.

Online-Slot-Steuer 2023 2024
Januar 32.710.000 € 20.566.000 €
Februar 25.196.000 € 18.619.000 €
März 22.221.000 €
April 24.815.000 €
Mai 21.228.000 €
Juni 22.474.000 €
Juli 16.222.000 €
August 20.548.000 €
September 18.958.000 €
Oktober 20.890.000 €
November 21.164.000 €
Dezember 18.061.000 €
Gesamtjahr 264.398.000 €  

Quelle: Bundesministerium der Finanzen Monatsbericht Februar 2024 zu den Steuereinnahmen nach Steuerarten. Weitere Infos unter: www.bundesfinanzministerium.de

Evaluierung könnte den Markt verändern

Mit dem schon eingangs erwähnten Glücksspiel-Survey 2023, den die deutsche Aufsichtsbehörde als wesentliche Grundlage für eine mögliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrages betrachtet, werden vor allem suchtrelevante Themen aufgegriffen. Die Altersklassen nach Glückspielform und deren Vorlieben. Sicher müssen die Entscheider aus der Politik auch die Steuern mit einbeziehen, wenn es um mögliche Änderungen geht, denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.

Ohne Beschränkungen wird legales und vor allem verantwortungsbewusstes Glücksspiel sicher nicht umsetzbar sein. Dennoch gilt es zur ersten Evaluierung des Staatsvertrages alles zu hinterfragen. Natürlich sind auch noch viele neue Online Casinos Deutschland nicht am Markt und das klassische Spiel hängt von den bürokratischen Entscheidungen der Bundesländer ab. Das Gesamtbild gilt es zu überblicken, um mehr deutsche Spieler in den legalen Bereich zu lenken und einen offensichtlich nicht unerheblichen Teil wieder zurückzubringen.

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