GGL

Gemeinsame Glücksspielbehörde (GGL) übernimmt ab Januar 2023 den Dienst und ist für die Lizenzierungen des Glücksspielmarktes verantwortlich. (Bildquelle: Gemeinsame Glücksspielbehörde)

Wir ab sofort die Regulierung des Glücksspielmarktes auf eine neue Stufe gehoben? Sind Regulierungen nun schneller abgeschlossen? Das lässt sich nach den aktuellen Entwicklungen nur vermuten. Am 13. Dezember kamen ein letztes Mal die Mitglieder des Glücksspielkollegiums zusammen und überreichten in Halle an der Saale symbolisch die Akten an die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Damit übernimmt die neue Regulierungsstelle ab dem 01. Januar 2023 die Verantwortung und die Aufgaben. Schon lange ist bekannt, dass es diesen Wechsel geben wird. Fraglich ist nur, ob die Lizenzierungen weiterhin in diesem langsamen Tempo stattfinden werden oder ob der Glücksspielmarkt eine Neuerung erleben darf. Die GGL wird weiterhin in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt sitzen.

GGL-Vorstand Ronald Benter sagt zu diesem Wechsel: „Mit diesem Schritt ist ein wichtiger Meilenstein des Glücksspielstaatsvertrages 2021 erreicht. Durch die Bündelung der Kompetenzen in der GGL wird die Regulierung des Online-Glücksspielmarktes auf eine neue Stufe gehoben“.

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt nicht länger für Lizenzierungen zuständig

Mit dem Jahreswechsel wird auch die Regulierungsstelle für das Glücksspiel in Deutschland wechseln. Zwar bleibt der Amtssitz gleich, jedoch übernimmt die Gemeinsame Glücksspielbehörde die weiteren Aufgaben.

Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen- Anhalt, sagt zum Wechsel: „Beim Aufbau der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist jetzt auch die letzte Phase abgeschlossen. Wir haben in Sachsen-Anhalt die Voraussetzungen geschaffen, um der GGL einen erfolgreichen Start zu ermöglichen. Die Aufgaben für die Erteilung von Erlaubnissen in den Bereichen Online-Poker und virtuellem Automatenspiel, die bisher von uns beziehungsweise dem Landesverwaltungsamt wahrgenommen wurden, gebe ich mit gutem Gewissen in die Hände der GGL. Dank hoch motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es in kurzer Zeit und unter hohem Druck gelungen, diesen Markt zu regulieren. Die GGL kann hier auf ein solides Fundament aufbauen. Ich danke den anderen Bundesländern für das Vertrauen, das sie in Sachsen-Anhalt gesetzt haben.“

Ab Januar 2023 werden 20 geschulte Mitarbeiter sich um die Lizenzvergaben der deutschen Online Casinos bemühen. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat bisher diese Aufgaben übernommen und sich um das Erlaubnisverfahren für virtuelle Spielautomaten und des Online Poker-Angebotes gekümmert. Schon jetzt geht man davon aus, dass weitere Experten und Expertinnen Anfang des Jahres die GGL unterstützen werden. Die Aktenübergabe, wenn auch symbolisch, ist bereits durchgeführt. Wer ist in der Übergangsphase nun für die Regulierungen zuständig. Hierzu gibt die Glücksspielbehörde der Länder Folgendes auf der Homepage an: Es wird eine länderübergreifende Erlaubniserteilung geben, die bei den verschiedenen Ländern liegt.

Welche Aufgaben hat die Gemeinsame Glücksspielbehörde (GGL)

Die GGL hat nicht nur die Aufgabe Lizenzen zu vergeben und damit Online Casinos für den deutschen Markt freizugeben, sondern auch der Jugend- und Spielerschutz liegt in der Verantwortung der neuen Behörde. Die GGL wird in diesem Rahmen eine einheitliche Rechtsgrundlage schaffen und die Durchsetzung beaufsichtigen.

Die GGL gibt zu seinen Aufgaben an: Die Behörde versteht sich zukünftig als Koordinierungsstelle für alle Interessensgruppen (Politik, Spieler, Glücksspielanbieter, Sucht- und Präventionsverbände) bei Fragen rund um das Thema Glücksspielwesen.

Die Glücksspielanbieter dürfen sich nun überraschen lassen, ob das Erlaubnisverfahren und vor allem die Aktualisierung der White List nun schneller wird.