Bührmann Spielhallen

Nächste Übernahme: Nach WestSpiel Spielbanken NRW startet die Gauselmann Gruppe das Übernahmeverfahren der Bührmann Spielhallen und Gaststätten Automtenstandorte in Norddeutschland! (Bild von gauselmann.de & buehrmann-gruppe.de)

Über Norddeutschlands Spielhallen-Landschaft lacht die Sonne der Merkur Familie. Die Gauselmann Gruppe hat über die seit mehr als zwei Jahren andauernden Verhandlungen im August 2021 den Abschluss der Übernahme des norddeutschen Spielhallenbetreibers Bührmann Gruppe verkündet. Es geht hierbei in erster Linie um einzelne Tochterfirmen, die im niedersächsischen Raum sowie in der Hansestadt Bremen Bührmann Spielhallen unter verschiedenen Gesellschaften betreiben sowie auch in der Gastronomie Platzierungen mit Geldspielautomaten unterhalten. Damit kehren Merkur Casinos beziehungsweise Spielhallen in großer Anzahl zurück nach Norddeutschland, wo es zuletzt viele Schließungen gab. Bereits vor Corona mussten aufgrund einer neuen Gesetzgebung zur Neuregelung des Bremischen Glücksspielgesetzes im Jahr 2017 unter anderem wegen der regulatorischen Abstandsvorgabe von 250 Meter mehrere Dutzend Spieleinrichtungen schließen.

Bührmann Spielhallen und die Besonderheiten in Bremen

Die Gauselmann Gruppe musste einige Spielstätten im Stadtstaat Bremen vor einigen Jahren hinsichtlich BremSpielhG schließen. Mit neuen Auflagen für die Abstände sowie eines Verbots von Verbund- bzw. Mehrfachspielhallen gingen noch weitere Einschränkungen einher. Das hat dazu geführt, dass die Casino Merkur Spielothek Bremen an der Bahnhofsstraße, wo es neben Alles Spitze und Jokers Cap auch elektronisches Roulette gibt, eine der wenigen Gauselmann Spielbetriebe an der Weser ist. Grund dafür ist das unter anderem nicht geltende Abstandsgebot für sogenannte Bestandsspielhallen. Diese sind von diversen Richtlinien ausgenommen, die neu hinzugekommene Betreiber in ihrer Geschäftstätigkeit massiv einschränken und teilweise auch zu einer Schließung geführt haben.

Die Bührmann Spielhallen Standorte schließt das mit ein, diese verfügen größtenteils über eine legitime Betriebsdauer von bis zu 20 Jahren im Rahmen ihrer Konzession. Darüber hinaus sind die Firmierungen des Bremer Spielhallenbetreibers seit mehr als einem Jahrzehnt nachweislich inhabergeführte Unternehmen der Bührmann Familien. Geführt vom gleichen Inhaber waren 2017 die Automatenbetriebe der Bührmann Spielhallen von Härtefallanträgen ausgenommen im Gegensatz zu den meisten Merkur Spielotheken und diversen Aufstellunternehmern, die als Partner von Gauselmann agierten. Ein ähnliches Bild bieten die Standorte von Löwen Play, hier konnte jedoch die etablierte Einrichtung Löwenplay Casino Bremen an der Europaallee erhalten werden, wo es neben Merkur Magie selbstverständlich eine breite Auswahl an Spielgeräten aus Bingen gibt.

Neue Spielstätten und Gastronomie Aufstellplätze

In Bremen und Niedersachsen hat sich über die Jahre eine regelrechte Spielautomaten-Kultur entwickelt, die nicht nur in Spielhallen präsent ist. Spielgeräte in der Gaststätte haben Tradition und mit der Eingliederung der Bührmann Gruppe gewinnt Gauselmann gut 60 Aufstellgenehmigungen im Gastro-Bereich hinzu. Gerade dieses Gewerbe hat in den letzten Monaten durch die Pandemie extrem gelitten. Mit einem starken Partner wie Gauselmann werden nun die Spielbetriebe neu ausgerichtet, um in Norddeutschland das Lachen der Merkur Sonne zurückzubringen. Ab 1. Oktober werden die Spielstätten der Bremischen Bührmann Gruppe vollständig an die Gauselmann Gruppe übergehen, inklusive der dazugehörigen Tochtergesellschaften:

  • Bührmann A+I GmbH
  • Play Fair Casino GmbH & Co. KG
  • Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co.

Die Bührmann Unternehmensgruppe betreibt über das Firmennetzwerk nicht nur in den Gaststätten Automaten, teilweise auch mit Merkur Slots zum Verbund gehören auch 35 Spielotheken und Spielhallen im norddeutschen Raum, die nun in den Besitz der ostwestfälischen Spielmacher übergehen. Das Familienunternehmen trennt sich jedoch lediglich vom gewerblichen Spiel, die anderen Bereiche vom Eventmanagement über Kühltransporte sowie Wohn- und Gewerbeimmobilien. Der Verkauf der Bühlmann Casinos hat jedoch nichts mit der neuen Spielverordnung im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags zu tun oder mit den Corona-Restriktionen und den einhergehenden Einbußen.

Die weltweite Krisensituation hat vielmehr die bereits laufenden Verhandlungen unterbrochen und nun nach gut zwei Jahren einen Abschluss hervorgebracht. Damit hat die Gauselmann Gruppe in nur wenigen Wochen die WestSpiel Spielbanken in Nordrhein-Westfalen übernommen und eine Konzession für 15 Jahre sowie die Genehmigung, zwei neue Casinos eröffnen zu können und stellt sich in Niedersachsen und Bremen neu auf. Der Vorstand Spielbetriebe bei der Gauselmann AG, Dieter Kuhlmann, hat zur Übernahme des seit drei Generationen in Besitz der Familie Bührmann befindlichen Unternehmens zu verstehen geben, dass es ein Glücksgriff für die Merkur Familie ist. Die Vorbereitung auf diesen Deal hat sich letztlich aufgrund der gesetzlichen Änderungen in Norddeutschland ein wenig hingezogen, doch letztlich kann Gauselmann mit Bührmann Spielhallen einen gewissen Anteil auf dem Markt wieder einnehmen.

In der Führungsetage wird die Bührmann A+I GmbH den langjährigen Geschäftsführer Detlev Graß behalten, der auch seine Tätigkeit im Nordwestdeutschen Automatenverband als Vorsitzender fortführen wird. Die gut 200 Angestellten werden vollständig von der Gauselmann Gruppe übernommen und durch ein eigenes Team für Firmenintegration geschult. Damit werden alle zu Spielemachern und die Übergangsphase so reibungslos wie möglich gestaltet..