Yield Sec: Illegales Glücksspiel macht 71 % des europäischen Marktes aus!

Studie von Yield Sec zufolge werden 71 Prozent der Glücksspieleinnahmen in der EU auf dem Schwarzmarkt erzielt! (Bild von freestocks.org auf Pexels)

Europa versinkt im illegalen Glücksspiel, während legale Anbieter Mühe haben, Schritt zu halten. Einer neuen Studie von Yield Sec zufolge gingen den lizenzierten Glücksspielanbietern in Europa im Jahr 2024 bis zu 20 Milliarden Euro durch illegale Angebote verloren! Der neue Jahresbericht von der technischen Informationsplattform für Online-Marktplätze, Yield Sec, bestätigt erneut, was ohnehin allgemein bekannt ist: Nicht in EU-Ländern zugelassene Online Casinos sind weiterhin in der Lage, den legalen Markt zu übertrumpfen. Wie auch immer reguliert werden mag, die Europäische Union und ihre 27 Mitgliedstaaten befinden sich im Vergleich zwischen legalem und illegalem Glücksspielmarkt in einer schwierigen Lage.

Interessante Erkenntnisse aus der Yield Sec Studie

Aller Regulierungsbemühungen zum Trotz: In Europa wimmelt von illegalen Glücksspielen, während seriöse Online Casinos in Deutschland und anderen EU-Ländern nur schwer mithalten können. Das zeigt ein neuer Bericht von Yield Sec, der den 114,3 Milliarden Euro schweren Markt in der Europäischen Union untersucht hat. Demnach entfallen rund 71 Prozent des Gesamtumsatzes, das heißt etwa 80,6 Milliarden Euro, auf ausländische Anbieter.

Die Gesamteinahmen des regulierten Marktes belaufen sich auf etwa 33,6 Milliarden Euro. Yield Sec präsentierte eine detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Teilmärkte, unterteilt in vier Regionen – Nordeuropa, Südeuropa, Osteuropa und Westeuropa. Mit einem Anteil von 82 % wies Osteuropa die höchste Quote an nicht regulierten Marktaktivitäten auf. In Westeuropa wurden 72 % des Glücksspielumsatzes vom illegalen Markt abgeschöpft, wobei Märkte wie Frankreich und Deutschland häufig für ihren übermäßigen Regulierungsansatz kritisiert werden.

Mehrere Tausend illegale Glücksspielanbieter bedienen konsequent den iGaming-Markt

Das Forschungsunternehmen Yield Sec ist zu dem Schluss gekommen, dass derzeit 6200 illegale Online Casinos die 27 Mitgliedstaaten ins Visier nehmen und etwa 118 Millionen Menschen in Europa Glücksspielen nachgehen, zumindest bis zum Jahr 2024. Außerdem sollen in diesem Jahr 81 Millionen Europäer an einer illegalen Form des Glücksspiels teilgenommen haben.

Die Umfrage wurde von der European Casino Association in Auftrag gegeben und zeigt deutlich die anhaltenden Probleme des Glücksspielmarktes in Europa.  Ungeachtet guter Ansätze und konsequenter Sperrung illegaler Anbieter floriert der Offshore-Markt, und die Regulierung hat seine Dominanz nicht wirklich einschränken können.

Die Erkenntnisse machen deutlich, dass die Kluft zwischen zugelassenen und verbotenen Anbietern immer größer wird. Die Behörden erlassen strengere Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits und Beschränkungen für den Verkauf von Zusatzprodukten für lizenzierte Unternehmen, während nicht regulierte Wettbewerber genau diese Vorschriften ausnutzen.

Glücksspielbehörde GGL veröffentlicht Quartalszahlen zum Spielumsatz

(Bild von gluecksspiel-behoerde.de)

Laut GGL-Marktmonitoring generieten legale Online Casinos mit deutscher Lizenz im ersten Halbjahr 2025 rund 2,2 Milliarden Euro Umsatz.

Ungleichgewicht am Glücksspielmarkt

Das im Yield Sec-Bericht als „Jenga-Turm-Effekt” geschilderte Phänomen hat zur Folge, dass die legale Branche zunehmend geschwächt wird, während die illegale Branche an Stärke gewinnt. Das Ausmaß dieser Entwicklung birgt nicht nur Risiken für Regierungen und Betreiber, sondern auch für Verbraucher. Da die meisten verfügbaren Inhalte mit nicht lizenzierten Anbietern in Verbindung stehen, werden Kunden zunehmend zu Diensten mit unzureichender Regulierung geleitet.

Dies hat Auswirkungen auf Betrug, problematisches Spielverhalten und unzureichenden Spielerschutz. Das Ausmaß dieser Entwicklung birgt nicht nur Risiken für Regierungen und Betreiber, sondern auch für Verbraucher. Da die meisten verfügbaren Inhalte mit nicht lizenzierten Anbietern in Verbindung stehen, werden Kunden zunehmend zu Diensten mit unzureichender Regulierung geleitet. Dies hat Auswirkungen auf Betrug, problematisches Spielverhalten und unzureichenden Spielerschutz. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Bekämpfung des illegalen Online-Glücksspiels mehr erfordert als nur die Regulierung lizenzierter Unternehmen.

Sie betont, dass es in der Verantwortung von Regierungen, Regulierungsbehörden und Branchenakteuren liegt, zusammenzuarbeiten, um kriminelle Aktivitäten aufzudecken und zu unterbinden und Überwachungs- und Durchsetzungsmaßnahmen zu ergreifen, um deren Ausbreitung zu begrenzen. Ohne solche Maßnahmen droht dem regulierten Sektor eine weitergehende Krise, und die öffentlichen Haushalte müssen mit anhaltenden Einnahmeverlusten rechnen.

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