Merkur Group Geschäftszahlen 2023

Merkur Group 2023: Im letzten Geschäftsjahr als Gauselmann Gruppe punktet der Konzern mit Rekordumsätzen!

Mit einem vorläufigen Überblick der Geschäftszahlen stellt die neue Merkur Group die Entwicklung des Glücksspielkonzerns 2023 dar. Auf der Homepage veröffentlicht das Unternehmen aus Ostwestfalen die letzten Ergebnisse unter der Firmierung Gauselmann Gruppe. Mit dem Jahreswechsel hat sicher der Glücksspielriese offiziell in Merkur Group umbenannt. Mit einem geschätzten Umsatzwachstum von rund 6,5 Prozent auf nunmehr 3,865 Milliarden Euro stellt das Unternehmen einen neuen Rekord auf.

Glücksspielkonzern erzielt im Ausland Rekordumsätze

Angesichts der schwierigen globalen Wirtschaftslage ist es dem Konzern erneut gelungen, zu wachsen. Das operative Ergebnis wurde jedoch durch die schwierigen Marktbedingungen beeinträchtigt. Ergebnisbelastend schlagen sich die Inflation getriebenen Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Energiekosten und der Rohstoffe sowie die hohen Kreditzinsen und Personalkosten nieder.

Für das beendete Geschäftsjahr 2023 ist ein Wachstum von 6,5 Prozent ausgewiesen. Das Umsatzplus beträgt im Zeitraum Januar bis Dezember des letzten Jahres 235 Millionen Euro. Das größte Plus entfällt hierbei auf das Ausland in Höhe von 99 Millionen Euro. Das ehemalige Kerngeschäft in Deutschland ist längst nicht mehr die Nummer 1. Mit einem Umsatzanteil von 1,197 Milliarden Euro ist es zwar der umsatzstärkste Absatzmarkt, die ausländischen Märkte sind mit 1,538 Milliarden Euro jedoch längst federführend.

Vorläufige Geschäftszahlen 2023

Vor allem dank starker Auslandsgeschäfte mit Spielautomaten und Sportwetten hat die Merkur Group einen neuen Umsatzrekord erreicht. Aber auch das aufflammende Geschäft mit Merkur Online Casinos hat im Glücksspielkonzern aus Espelkamp die Erlöse auf 3,865 Milliarden Euro gesteigert und damit 6,5 Prozent mehr erwirtschaftet als im Vorjahr. Die vorläufige Schätzung der Zahlen lässt aber noch keinen Blick auf den Gewinn nach Steuern zu.

Unternehmenszahlen 2022 2023
Umsatz aller Gruppenunternehmen (addiert) 3,630 Mrd. € 3,865 Mrd. €
Umsatz (voll konsolidiert) 2,578 Mrd. € 2,735 Mrd. €
— davon im Inland 1,139 Mrd. € 1,197 Mrd. €
— davon im Ausland 1,439 Mrd. € 1,538 Mrd. €
Eigenkapital und Einlagen 1,253 Mrd. € 1,191 Mrd. €
Eigenkapitalquote 57,90 % 58,30 %
Investitionen 249 Mio. € 243 Mio. €
Arbeitsplätze am Bilanzstichtag 14.905 14.995
— davon im Inland 7.757 7.626
— davon im Ausland 7.148 7.303
— davon Auszubildende und Trainees 176 194

Wir wollen auch ein wenig vergleichen. Dafür müssen wir allerdings coronabedingt ein paar Jahre zurückblicken. Zwar gab es 2022 die ersten erholenden Zahlen aus der Unternehmensgruppe, aber der Gaming-Markt sowie auch der Wettbranche hatten rund um den Jahreswechsel 2021 auf 2022 immer noch mit den Einschränkungen aus der Corona-Epoche zu kämpfen. Und daher bietet es sich an, auf 2019 zu blicken.

Schon 2022 lag der Konzernumsatz mit 3,5 Milliarden Euro ähnlich hoch wie 2019 mit knapp 3,4 Milliarden Euro. Und 2023 schreibt der ostwestfälische Konzern neue Rekordzahlen mit beinahe 3,9 Milliarden Euro. Durchaus möglich, dass wir an selber Stelle über die Geschäftszahlen 2024 von einem Allzeithoch sprechen und erstmals die 4-Milliarden-Grenze geknackt wird.

Der Ausblick auf 2024 sieht ebenfalls gut aus. Mit der Europameisterschaft und starken Werbeanstrengungen konnte die neue Marke MERKUR Bets etabliert werden, um das zukunftsweisende Online-Spiel zu stärken.

Politische Hürden in Deutschland

Erschwerend für die Merkur Group sind die politischen Gegebenheiten für gewerbliches Glücksspiel in Deutschland. Neben der Reduzierung der Geldspielgeräte um mehr als 30 Prozent Standortschließungen und daraus resultierenden Verlusten von Arbeitsplätzen in Einzelfällen verliert das legale Spielangebot weiter zusehends an Attraktivität. Der Schwarzmarkt boomt, das hat zuletzt auch der Tätigkeitsbericht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde 2023 bestätigt.

Dennoch ist im Jahr 2023 die Mitarbeiterzahl minimal gestiegen auf weltweit 14 929 Angestellte geklettert. Im Vorjahr waren es noch 14 905. Und 2019 waren es etwa 14 000 Mitarbeiter. Und die Region in Ostwestfalen lebt, das hat sich auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner „Ortszeit Deutschland“ Begegnung angesehen. Das nach eigenen Darstellungen branchenführende Unternehmen Gauselmann verspricht sich viel von dem entstehenden Online-Geschäft in Deutschland. Dieses ist seit dem 1. Juli 2021 im Rahmen des Glücksspiel-Staatsvertrages völlig legal.

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