Clankriminalität auf dem wachsenden Glücksspiel-Schwarzmarkt gut organisiert!

Ausufernden Glücksspiel-Schwarzmarkt: AfD-Abgeordnete Andreas Keith und Markus Wagner richten Kleine Anfrage an Landesregierung NRW! (Bild von vineszoocontact auf Pixabay)

Erbeutet werden auf dem deutschen Glücksspiel-Schwarzmarkt Tag für Tag hochgerechnet Summen in Millionenhöhe. Nach Angaben des Landeskriminalamts NRW dienen diese Aktivitäten auch der Geldwäsche. Vor dieser Entwicklung warnt der Dachverband der Deutschen Automatenwirtschaft. Illegale Geldspiele öffnen der Clan-Kriminalität Tür und Tor. Allein mit Fun-Game-Automaten (Glücksspielautomaten) erzielen die Clans jedes Jahr Einkünfte in Millionenhöhe – Tendenz steigend!

Millionenschwerer Glücksspiel-Schwarzmarkt

Es sind eher schlichte Unterhaltungsapparate, aber sie stehen in unzähligen Shisha-Bars, Cafés, Wettbüros, Kioske, Spielhallen – Spielautomaten. Was die meisten nicht wahrhaben wollen: Ein Großteil davon ist nicht legal und geht auf das Konto der Organisierten Kriminalität.  Bei ihren Einsätzen gegen eben diese Organisierte Kriminalität finden die nordrhein-westfälischen Fahnder in den Räumlichkeiten der kriminellen Clans häufig illegal aufgestellte Spielgeräte und beschlagnahmen diese Automaten.

Das illegale Angebot von Glücksspielen zählt in Nordrhein-Westfalen zu den traditionellen Tätigkeitsfeldern krimineller Organisationen, zu denen unter anderem Vertreter der Szene, die als „Clankriminalität” beschrieben wird, gehören. In der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD es in diesem Ton beschrieben.

Kleine Anfrage der AfD an die Landesregierung

Wie aus einer Stellungnahme im Rahmen einer Kleinen Anfrage der AfD vom September 2025 hervorgeht, heißt es in einer Antwort der Landesregierung NRW unter anderem: „Illegales Glücksspiel gilt seit Jahren als ein zentrales Betätigungsfeld organisierter krimineller Strukturen in Nordrhein-Westfalen, worunter auch das Umfeld der sogenannten Clankriminalität fällt“, des Weiteren wird angeführt, dass „Illegales Glücksspiel dient dabei nicht nur der Erwirtschaftung erheblicher Bargeldsummen, sondern auch der Geldwäsche und der Verschleierung krimineller Einnahmen.“

Mit zunehmend erhöhter Besorgnis verfolgt der Dachverband der Deutschen Automatenwirtschaft die zunehmende Verstrickung der Clankriminalität innerhalb dieser Wirtschaftszweige. Denn: Es gibt kein unvermitteltes Aufkommen illegalen Glücksspiels. Es ist ein Ergebnis der starken Einschränkung legaler Glücksspielangebote durch staatliche Regelungen, die ein angemessenes Angebot unmöglich machen. Dadurch entsteht Raum, den die Organisierte Kriminalität ausnutzt. Ein starkes legales System hingegen wirkt dem Schwarzmarkt entgegen.

Um illegale Angebote von vornherein auszuschließen, ist es notwendig, das legale Geldspiel sowohl stationär als auch in Online-Casinos mit deutscher Lizenz zu stärken. Um den Schwarzmarkt effektiv einzudämmen, muss auch der Vollzug entsprechend erweitert werden.

Der Polizei zufolge ist der Ort der Aufstellung maßgeblich entscheidend dafür, welchen Gewinn man mit einem manipulierten Automaten erzielen kann. Das berichtet die Rheinische Post in einem Artikel am 17. November 2025. Im Monatsdurchschnitt werden in einen solchen Automaten zwischen 9000 und 14000 Euro gesteckt. In einigen Spielautomaten landen jedoch erheblich höhere Beträge. Im Fall eines in Nordrhein-Westfalen gefundenen Spielautomaten waren es beispielsweise 423.000 Euro in nur einem Jahr. Dadurch gehen dem Fiskus erhebliche Steuereinnahmen verloren. Wenn ein illegaler Automat das ganze Jahr über in Betrieb ist, summiert sich der entstandene Steuerschaden schnell auf bis zu eine Million Euro.

Bis 6 Milliarden Euro jährlich: Illegales Automatenspiel wächst rasant!

(Bild von AWI/DAW/Neumann)

Illegales Glücksspiel: Bundeslagebild „Organisierte Kriminalität“ 2024 – ein Milliardengeschäft für die Organisierte Kriminalität!

Justizminister plädieren für härteres Vorgehen

Während der Herbstkonferenz in Leipzig am 7. November haben die Justizminister der Länder ein schärferes Durchgreifen bei illegalen Glücksspielen angekündigt, wobei der Fokus auf der Bekämpfung der als „Fun-Games-Automaten“ bezeichneten Geräte liegen soll. Zu diesem Zweck soll der Umfang der Ermittlungsbefugnisse erweitert und das Strafmaß heraufgesetzt werden. Einigkeit besteht darin, dass diese Spielgeräte eine bedeutende finanzielle Ressource für die Organisierte Kriminalität darstellen.

Die Justizminister sehen es mit Bedauern, dass diese Geräte immer häufiger für die Ausrichtung verbotenen Glücksspiels missbraucht werden. Dabei sind die Automaten oft als zulassungsfreie Unterhaltungs- oder Geschicklichkeitsspiele getarnt. In Wahrheit erfolgt jedoch im Gewinnfall die Auszahlung schnell mit Bargeld als sogenannte „Hand-Pay-Outs“, deren Nachweis schwer zu erbringen ist. Zuvor worden die fürs Spiel notwendigen Credits ebenfalls mit Bargeld erworben.

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