Zahlen bei OASIS Spielersperre steigen

OASIS Spielersperre: Bis Ende Juli 2025 wurden insgesamt 336 980 Registrierungen gemeldet! (Bild von stokpic auf Pixabay)

In Deutschland steigt die Zahl bei der OASIS Spielersperre auf ein neues Rekordhoch bei den Registrierungen. Im vierten Jahr des OASIS Spielersperrsystems verzeichnet die bundesweite Sperrdatei fast 350 000 Teilnehmer gesperrte Spieler. Mit dazu zählt aber auch die Möglichkeit einer kurzfristigen, vorübergehenden Sperre. Deutsche Spieler können sich beispielsweise sofort für einen Zeitraum von 24 Stunden sperren lassen, nach dessen Ablauf die Sperre automatisch aufgehoben wird, ohne dass ein Antrag auf Wiederaufnahme des Glücksspiels gestellt werden muss. Die Sperrdaten beziehen sich daher nicht ausschließlich auf eine mehrmonatige oder sogar über Jahre dauernde Glücksspielsperre, die im Übrigen auch für den stationären Markt gilt und somit Spielotheken, Spielbanken sowie auch Wettbüros einschließt.

Deutschlands OASIS Spielersperre wächst rasant

Die OASIS Spielerdatenbank in Deutschland hat mit fast 350 000 Registrierungen einen neuen Meilenstein erreicht. Das als OASIS bekannte Programm versucht, den durch Glücksspiel verursachten Risiken entgegenzuwirken, indem es Spielern ermöglicht, sich selbst von regulierten Glücksspiel-Websites auszuschließen. Die Zahl der Registrierungen wurde in kurzer Zeit seit dem Start des Programms im Jahr 2021 erreicht, wobei das Programm kurz vor dem Ende seines vierten Betriebsjahres steht. OASIS ist eine Voraussetzung für lizenzierte Online Casinos Deutschland, wobei diese verpflichtet sind, sich an das System anzuschließen, um sicherzustellen, dass gesperrte Personen nicht spielen dürfen.

Alle Online Casinos mit deutscher Lizenz sowie auch Wettanbieter sind dazu verpflichtet, einen Button anzubieten, über den Spieler sich für einen Zeitraum von 24 Stunden von Glücksspielaktivitäten ausschließen können. Länger ist natürlich auch möglich. Tatsächlich hat sich die Mehrheit der Personen für eine Sperre von einem ganzen Jahr entschieden, gefolgt von Sperren von einem bis zwei Jahren. Die drittgrößte Gruppe umfasst Personen, die für fünf bis zehn Jahre gesperrt sind, etwa 7459 Personen, und 22 381 Personen sind für einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren gesperrt.

Selbstsperre schafft neue Probleme für den regulierten Markt

Ein Teil des Erfolgs des Programms könnte darauf zurückzuführen sein, dass es sehr intuitiv in die Websites der Betreiber integriert ist, aber ein weiterer Grund für diese Entwicklung könnte auch die Option sein, sich nur für 24 Stunden auszuschließen möglich ist.

Die Spieler müssen keine besonderen Hürden nehmen, was sie zusätzlich dazu motiviert, sich für die kurzfristige OASIS Spielersperre zu entscheiden, die sofortige übermäßige Ausgaben verhindern könnte. Die Zahlen sind relativ normal, wenn man bedenkt, dass im Vereinigten Königreich seit der Einführung von GamStop, der britischen Version eines Selbstausschluss-Systems, im Jahr 2018 etwa 560 000 Personen von sich aus ausgeschlossen wurden.

Die Selbstsperre hat es allerdings Online Casinos ohne Lizenz ermöglicht, solche Personen gezielt anzusprechen. So tauchen beispielsweise in England bei Google-Suchen immer mehr Domains auf, die mit „Online Casino ohne GamStop” werben. In Deutschland zeichnet sich bereits ab, dass auch neue Suchbegriffe wie „Online Casino ohne OASIS“ nachgefragt werden. Angesichts der Tatsache, dass laut einer aktuellen Studie von Yield Sec zumindest in der Europäischen Union 71 Prozent des gesamten Glücksspielmarktes von nicht zugelassenen Glücksspielanbieter online kontrolliert werden, ist dies ein Problem.

OASIS Sperrdatei – Regierungspräsidium veröffentlicht Zahlen

(Bild von Regierungspräsidium Darmstadt)

Das Spielersperrsystem OASIS ist in der Praxis angekommen, hat aber den Nachteil, dass der große illegale Markt immer noch Bestand hat.

Nicht einfach weiterspielen

Den deutschen Spielern stehen mehrere Optionen zur Selbstsperre zur Verfügung, wobei sich Nutzer für mehr als 10 Jahre sperren lassen können. Von den 341 327 Registrierungen, die bis zum 14. August 2025 gemeldet wurden, entschieden sich 22 381 für die längstmögliche Sperrfrist.

Die beliebteste Option unter den Spielern war eine einjährige Sperre, für die sich 182 057 Nutzer entschieden haben. Etwa 49 168 entschieden sich für die kürzestmögliche Sperre – weniger als ein Jahr. Der Glücksspielstaatsvertrag legt fest, dass eine Selbstsperre nicht kürzer als drei Monate sein darf.

Spieler können erst nach Ablauf ihrer Sperrfrist die Aufhebung der Sperre beantragen. Das bedeutet, dass Spieler, die sich für 10 Jahre oder länger selbst sperren, über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt nicht bei legalen Anbietern in Deutschland spielen können.

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