
Deutsche Glücksspielbehörde GGL gibt Markt-Update für erstes und zweites Quartal 2025! (Bild von gluecksspiel-behoerde.de)
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gibt zum ersten Mal Umsatzzahlen für die ersten beiden Quartale 2025 bekannt. Dabei beliefen sich die Einnahmen der Online Casinos mit deutscher Lizenz und anderen Glücksspielen in den ersten drei Monaten des Jahres auf 3,5 Milliarden Euro. Durch diese Daten will die deutsche Aufsichtsbehörde eine größere und bessere Übersicht über die Glücksspielbranche in Deutschland schaffen. Die Daten beziehen sich auf das erste und zweite Quartal 2025 und geben Aufschluss darüber, wie viel Spieler in ganz Deutschland für Glücksspiele ausgegeben haben. Sie umfassen bestimmte Bereiche innerhalb der regulierten Online- und landbasierten Märkte.
Glücksspielbehörde GGL strebt „mehr Transparenz“ durch regelmäßige Veröffentlichung von Daten an
Den ersten Datensatz gibt es, seit der Vorsitzende der GGL im Juli, Sandro Kirchner wurde. Zurzeit ist Kirchner Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Sport und Integration. Durch die Veröffentlichung von Daten will die GGL für mehr Transparenz auf dem legalen Glücksspielmarkt sorgen. Die regelmäßige Publikation erfolgt unter dem Titel „GGL-Marktmonitor Glücksspiel“, hieß es am Freitag, den 16. August 2025 in einer Erklärung der Behörde.
Die Evaluation wurde im Dezember 2023 ins Leben gerufen und soll die Wirksamkeit der aktuellen Vorschriften beurteilen und Empfehlungen für Verbesserungen aussprechen. Nach Ansicht der Beteiligten werden in der neuen Regulierung einige wichtige Herausforderungen angegangen, darunter Einzahlungslimits für Spieler und Maßnahmen zur IP-Sperrung.
Zweites Quartal rückläufig im Vergleich zum 1. Quartal
Die Einsätze aus dem zweiten Quartal im Vergleich zu Quartal eins rückläufig. Das geht aus dem Marktmonitor der Glücksspielaufsichtsbehörde für das erste Halbjahr 2025 hervor. Die Gesamteinsätze im Glücksspielbereich ohne Lotterien erreichten im ersten Vierteljahr 3,51 Milliarden Euro. Der Anteil der Sportwetten am Gesamtumsatz beträgt 2,18 Milliarden Euro, von denen 1,59 Milliarden Euro auf online abgeschlossene Wetten und 585 Millionen Euro auf Sportwetten in Wettbüros verteilt sind. Auf Pferderennen wurden bis zu 25 Millionen Euro gesetzt.
Die virtuellen Spielautomaten in deutschen Online Casinos erzielten im ersten Quartal Einsätze in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Eine weitere Summe von 204 Millionen Euro stammt aus Online-Poker. Der Gesamtumsatz aus Glücksspielen und Sportwetten erreichte im zweiten Quartal 3,22 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspricht. Die Sportwettenumsätze belaufen sich auf 1,89 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 13,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspricht.
Bei den Online-Wetten war ein Rückgang von 12,7 Prozent zu verzeichnen, während die Ausgaben für Sportwetten im Einzelhandel um 15,6 Prozent auf 494 Millionen Euro zurückgingen. Die Einsätze bei den sonstigen Aktivitäten, den virtuellen Automatenspielen im zweiten Quartal, stiegen um 1,6 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Online-Poker gingen um 9,8 Prozent zurück.

(Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay)
Staatskassen verzeichnet minus: Entwicklung Online-Slots-Steuer im 1. Halbjahr 2025 weiterhin rückläufig.
Von den Online Casinos Deutschland, Poker und Sportwetten getrennt davon veröffentlichte die GGL Daten zu grenzüberschreitenden Lotterien in Deutschland, wobei die Gesamtausgaben im ersten Quartal 377 Millionen Euro betrugen. Davon entfielen 315 Millionen Euro auf soziale Lotterien und 61 Millionen Euro auf Klassenlotterien.
Im zweiten Quartal beliefen sich die Lotterieausgaben auf 371 Millionen Euro, nur 1,6 Prozent weniger als im ersten Quartal. Die Einsätze für soziale Lotterien gingen im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent auf 313 Millionen Euro zurück. Die Ausgaben für Klassenlotterien sanken um 4,9 Prozent auf 58 Millionen Euro.
Die Einsätze für soziale Lotterien gingen im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent auf 313 Millionen Euro zurück. Die Ausgaben für Klassenlotterien sanken um 4,9 Prozent auf 58 Millionen Euro. Darüber hinaus verzeichnete die GGL im ersten Quartal 243 Millionen Euro an kommerziellen Glücksspielvermittlungsgebühren. Im zweiten Quartal lag dieser Wert mit 240 Millionen Euro nur geringfügig darunter.
Die Glücksspielbehörde GGL informiert am 15. August wie folgt: „Ab August 2025 beginnt die GGL mit der quartalsweisen Veröffentlichung der Spieleinsätze der länderübergreifenden Glücksspiele. Die zugrunde liegenden Zahlen werden der GGL von den erlaubten Anbietern übermittelt. Ziel der Veröffentlichung ist es, für mehr Transparenz im legalen Glücksspielmarkt zu sorgen und die Öffentlichkeit sowie politische Entscheidungsträger regelmäßig über die Marktentwicklung zu informieren. Die Veröffentlichung soll einen Beitrag zur fakten- und evidenzbasierten Diskussion sowie zur Evaluierung des GlüStV 2021 leisten. Die regelmäßige Publikation erfolgt unter dem Titel „GGL-Marktmonitor Glücksspiel“. Eine Erweiterung des Berichtsformats ist geplant – künftig sollen zusätzliche Kennzahlen aufgenommen werden.”















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