DSbV

Deutscher Spielbankenverband zieht erste positive Bilanz nach der Corona-Pandemie für das Jahr 2022. (Bildquelle: deutscher spielbankenverband.de)

Die Corona-Pandemie hat in allen Wirtschaftszweigen enorme Schäden angerichtet, welche auch die in Deutschland betriebenen Casinos betrafen. Durch massive Einschränkungen und teilweise vollständige Schließungen ließ sich ein Rückgang der Umsätze nicht mehr verhindern. Mittlerweile hat sich die Welt und auch die Wirtschaft an Corona gewöhnt und es keimt neuer Optimismus bei den öffentlich-rechtlichen Spielbanken auf. Mitglieder des DSbV (Deutscher Spielbankenverband) wussten lange Zeit nicht, wie sie die Herausforderungen, die eine Pandemie dieses Ausmaßes mit sich brachte, bewältigen sollten. Doch glücklicherweise ändern sich Zeiten auch wieder und nach Regen folgt bekanntlich Sonnenschein und der bringt positive Entwicklungen mit. Diese zeigen sich in den steigenden Umsatzzahlen, die mittlerweile so perfekt sind, dass sie mit denen vor der Pandemie-Krise verglichen werden können. Wie gut es den öffentlich-rechtlichen Spielbanken geht, das zeigt der Periodenbericht des DSbV, der einen Vergleich der Quartale Januar bis September der beiden Jahre 2022 und 2021 bereithält. Laut diesem Bericht wurde ein Umsatzzuwachs von rund 287 Prozent erreicht und das schon vor dem Jahresende.

DSbV Deutscher Spielbankenverband verweist auf starkes Ertragswachstum

Schauen wir noch einmal auf das Jahr 2021 zurück. Für die Mitglieder des Deutschen Spielbankenverbandes war dieses Geschäftsjahr eines mit wenig Grund zur Freude. Wir erinnern uns kurz, dass Spielbanken teilweise den Geschäftsbetrieb ganz schließen mussten oder dass durch verschiedene Hygienekonzepte erhebliche Einschränkungen eintrafen.

Automatenspiele blieben unbenutzt und Pokertische waren verweist. Der wirtschaftliche Schaden, der durch diese Maßnahmen entstand, wuchs von Stunde zu Stunde an. Mittlerweile können der DSbV und auch seine Mitglieder wieder positiver in die Zukunft schauen, denn nach drei Quartalen ist offiziell, dass sich die Zahlen verbessert haben. Bezogen ist diese Bilanz auf den Bruttospielertrag (BSE), welcher sich aus den Gesamteinnahmen abzüglich der ausgezahlten Gewinne ergibt.

  • BSR 2021 von Januar bis September 133,9 Millionen Euro
  • BSR 2022 von Januar bis September 384,1 Millionen Euro

Diese starken Umsatzeinbußen aus dem Jahr 2021 schiebt die Vorstandsvorsitzendes des deutschen Spielbankenverbandes, Kerstin Kosanke, auf die teilweise neunmonatige Schließung vieler Spielstätten, da es den Betreibern durch die starken Hygienemaßnahmen nicht möglich war, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Diese hohen Verluste waren auch durch die Eigeninitiative der Betreiber kaum mehr aufzuhalten, obwohl beispielsweise das Merkur Casino versucht hat, mit einer Gameshow die Spieler wieder in die Spielbanken der Gauselmann Gruppe in NRW zurückzuholen. Die positive Entwicklung der Glücksspielbranche in Deutschland wird jedoch von einem weiteren Problem gedämpft, wie auch die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Spielbankenverbandes anmerkt.

Kerstin Kosanke verkündet öffentlich: „Einige Monate früher hätten wir eine ganz andere Einschätzung vornehmen müssen. Noch vor kurzem war keinem klar, welche Auswirkungen ein Krieg mitten in Europa auf unsere Gesellschaft und die wirtschaftliche Situation haben würde. Gas und Strom werden teurer, die Preise für viele Dinge des täglichen Lebens klettern nach oben. Noch weiß keiner, welche Folgen das für das Glücksspiel haben wird. Unsicher ist, ob weniger Gäste zu uns kommen und die Einsätze gar sinken werden. In unseren aktuellen Zahlen aber ist davon nichts zu spüren.“

Nicht alle Spielbankgesellschaften sind im Verband zu finden

Dem Deutschen Spielbankenverband gehören nicht alle Spielstätten und Betreiber in ganz Deutschland an. Trotzdem organisiert der Verband weit mehr als sechs Bundesländer und die dortigen öffentlich-rechtlichen Spielbanken. Auch ein großer Teil der Merkur Casinos in Nordrhein-Westfalen gehören mit dazu. Anhand der offiziellen Zahlen des Verbands lässt sich sehr gut ableiten, wie sich die Glücksspielbranche in Deutschland weiterentwickelt. Momentan ist kein Rückgang der Erträge zu erwarten, obwohl die Probleme steigender Unterhaltskosten nicht kleiner werden. Die meisten Bürger und Bürgerinnen in Deutschland versuchen aktuell ihr Geld zusammenzuhalten, um steigende Strom- und Gaspreise zu kompensieren. Trotz dieser dramatischen Entwicklung in unserem Land scheinen die Einnahmen der Spielstätten zu steigen. Trotzdem möchte auch Kerstin Kosanke keine Prognose für das kommende Jahr abgeben.

DSbV Mitglieder erzielen wieder höhere Gewinne nach der Pandemie

DSbV organisierte Casinos erzielen nach der Pandemie 2021 für 2022 wieder Gewinne. (Bildquelle: Darya Sannikova von Pexel)