
Online-Gaming Summit Europe 2025: GGL steht für Datenqualität als Schlüssel für eine stabile Glücksspielregulierung! (Bild von gluecksspiel-behoerde.de)
Auf dem Online-Gaming Summit Europe 2025 hat die GGL ein klares Signal gesendet. Denn wer nachhaltige und stabile Rahmenbedingungen will, kommt nicht umhin, valide Daten zu erheben – denn schnelle Schlagzeilen helfen hier nicht weiter. Auf der Bühne erklärte GGL-Vorstand Ronald Benter den Status quo der Dateninfrastruktur und widerlegte zugleich in der Branche kursierende Missverständnisse. Offensichtlich ist sich der Vorsitzende eines Regulators bewusst, dass 2026 ein Schlüsseljahr wird – und er lässt sich nicht unter Zeitdruck in falsche Analysen treiben.
Deutsche Glücksspielregulierung steht an einem Wendepunkt
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat mit der Aufnahme von Gesprächen mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, einen ersten konkreten Schritt in Richtung einer engeren Koordinierung auf Bundesebene unternommen. Das Endziel ist die Entwicklung eines einheitlicheren nationalen Ansatzes. Angesichts zunehmender Suchtgefahr und illegaler Anbieter von Online Casinos sowie in Vorbereitung auf die für nächstes Jahr geplante Überprüfung der Online-Glücksspielregulierung, hat man begonnen, gemeinsam über Lösungen für eine bundesweite Koordinierung zu diskutieren.
Während die Weihnachtszeit anderswo Ruhe bringt, legt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) den Grundstein für umfassende Reformen: Erstmals hat sich Präsident Ronald Benter mit dem Bundesdrogen- und Suchbeauftragten Prof. Dr. Hendrik Streeck abgestimmt – ein Schritt, der signalisiert, wie ernst die Lage inzwischen ist. Mit der Aufnahme von Gesprächen sollen konkrete Schritte in Richtung einer engeren Koordinierung auf Bundesebene unternommen werden. Das Endziel ist die Entwicklung eines einheitlicheren nationalen Ansatzes für Online Casinos mit deutscher Lizenz zur Glücksspielregulierung.
Eine Datenarchitektur, die erst laufen lernt
Aufgrund ihrer Struktur ist die GGL anders als andere staatliche Behörden. Sie ist ein digitales Projekt mit einem Auftrag für ganz Deutschland, bei dem auf Länderebene Rücksprache gehalten wird und das Millionen automatisierter Datensätze umfasst. Wie Benter berichtet, konnten in nur zwei Jahren neue Systeme aufgebaut werden, die es in Deutschland so noch nie gab. Die Erwartung eines vollständig „schlüsselfertigen” Ansatzes blendet jedoch die Funktionsweise solcher groß angelegter Datenplattformen aus. Am Anfang stehen zunächst das Validieren, Stabilisieren und Harmonisieren.
GGL-Vorstand Ronald Benter erklärt: „Die GGL ist eine junge Behörde. Innerhalb von nur zwei Jahren haben wir Systeme aufgebaut, die in dieser Form in Deutschland – und vielleicht auch international – einzigartig sind. Dass noch nicht alle Daten vollständig validiert sind, ist kein Zeichen von Mangel, sondern der normale Ablauf bei neuen, umfangreichen regulatorischen Datensystemen.“
Ganz am Anfang dieses Prozesses steht derzeit der Safe-Server. Zudem ist die Datenübermittlung seitens der Industrie noch nicht überall frei Fehlern. Man kann also sagen, dass Technik zwar läuft, aber sie ist noch nicht fertig, um den Markt vollständig in Zahlen abzubilden. Übereilte Ersteinschätzungen der GGL sind laut Benter keine Option. Im Mittelpunkt stehe nicht Geschwindigkeit, sondern Verlässlichkeit, geht aus der Pressemitteilung hervor. Ein verzerrtes Bild des Marktes wäre die unvermeidliche Auswirkung des Einsatzes unzureichender oder noch nicht verifizierter Datensätze – mit allen bekannten Nebenwirkungen: politisch motivierte Fehleinschätzungen, irreführende Prognosen und regulatorische Maßnahmen ohne fundierte Erkenntnisse.
Genau deshalb setzt die GGL bewusst auf Qualität statt Tempo, auf Vergleichbarkeit statt Aktionismus und auf Transparenz – aber erst, wenn das Fundament wirklich stabil ist. Das ist für die regulierte Industrie kein Nachteil, sondern ein Vorteil: Anstelle von hektischem Hin und Her entsteht ein verlässlicher Rahmen, auf dem sich Investitionen, Marktanalysen und nachhaltige Konzepte sicher aufbauen lassen.

(Bild von gluecksspiel-behoerde.de)
Die GGL unterstützt eine neue europäische Allianz, die gemeinsam gegen illegale Online-Casinos vorgeht und den Schwarzmarkt deutlich stärker ins Visier nimmt. Für Spieler und legale Anbieter bedeutet die enge Zusammenarbeit mehr Sicherheit, klarere Regeln und spürbar stärkeren Schutz vor unregulierten Angeboten.
Konsolidierungsphase und Spielerschutz im Mittelpunkt der Regulierung
Auch ein Blick in die Zukunft durfte nicht fehlen. Ab 2027 will die GGL ihre Auswertungen deutlich stärker auf die Daten aus den Safe-Servern stützen dort, wo alle relevanten Informationen der Anbieter zentral zusammenlaufen. Damit rückt eine Evaluierung in greifbare Nähe, die nicht auf Schätzungen oder Momentaufnahmen basiert, sondern auf präzisen, objektiven und wirklich belastbaren Datensätzen. Das langfristige Ziel ist klar: ein Regulierungssystem, das modernen Spielerschutz nicht nur verspricht, sondern messbar umsetzt und gleichzeitig einen stabilen, attraktiven und starken legalen Markt ermöglicht. Ein Markt, auf den Spieler vertrauen können und in dem seriöse Anbieter Planungssicherheit haben.
„Es gibt derzeit keine belastbaren Hinweise, dass sich die Regulierung nicht bewährt hätte“, und weiter führt Benter aus, „wir alle sollten auf Grundlage von Daten entscheiden – nicht aufgrund von selektiven Wahrnehmungen, Einzelinteressen oder kurzfristigen Emotionen“. Und weiter betont er: „Die GGL ist gekommen, um dauerhaft eine starke und verlässliche Regulierungsbehörde für den Online-Glücksspielmarkt zu sein. Wir wissen, dass der gemeinsame Weg manchmal herausfordernd ist. Aber er ist notwendig, und er ist richtig“.















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