GGL untersucht Schwarzmarkt: Legales Online-Glücksspiel dominiert den Glücksspielmarkt!

Schwarzmarkt kleiner als gedacht? Neue Glücksspiel-Studie überrascht! (Bild von gluecksspiel-behoerde.de)

Der Online-Glücksspielmarkt steht erneut im Fokus: Eine aktuelle Untersuchung der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder zeigt, dass regulierte Anbieter inzwischen den virtuellen Markt für Echtgeld-Glücksspiele dominieren. Trotz anhaltender Debatten um den Schwarzmarkt liefert die Studie von Blockchain Research Lab überraschend eindeutige Zahlen – und stärkt den eingeschlagenen Regulierungskurs.

Deutliche Mehrheit spielt auf Seiten legaler Spielotheken online

Die von der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder beauftragte Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Rund 77 Prozent des Online-Glücksspielmarktes entfallen auf regulierte Angebote. Damit liegt der Anteil illegaler Plattformen bei knapp 23 Prozent. Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Blockchain Research Lab, das sich auf datenbasierte Analysen spezialisiert hat.

  • Laut Studie der GGL beliefen sich die Ausgaben auf dem deutschen Schwarzmarkt 2024 auf 547 Millionen Euro.
  • Der von der GGL in Auftrag gegebene kommt zu dem Ergebnis, dass die Kanalisierung im Jahr 2024 bei 77 % lag.

Die Ergebnisse bestätigen weitgehend die bisherigen Annahmen der Behörde und unterstreichen die Wirksamkeit der aktuellen Regulierung. Besonders im Fokus steht dabei die sogenannte Kanalisierungsquote – ein zentraler Indikator dafür, wie gut Spieler in legale Angebote gelenkt werden. Dass dieser Wert so hoch ausfällt, gilt in der Branche als positives Signal für den regulierten Markt.

Schwarzmarkt bleibt Herausforderung für die Branche

Trotz der positiven Zahlen bleibt der illegale Markt ein ernstzunehmender Faktor. Fast ein Viertel des gesamten Online-Glücksspiels entfällt weiterhin auf nicht lizenzierte Anbieter – oft ohne Spielerschutz oder klare Regeln. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder verfolgt daher einen umfassenden Ansatz zur Bekämpfung dieser Strukturen.

Neben den Betreibern selbst geraten auch Zahlungsdienstleister, Marketingkanäle und Softwareanbieter stärker ins Visier. Parallel dazu gewinnen Online Casinos mit deutscher Lizenz weiter an Bedeutung. Sie bieten nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern auch transparente Spielbedingungen und effektive Schutzmechanismen für Nutzer.

Ein entscheidender Faktor ist die internationale Zusammenarbeit: Regulierungsbehörden tauschen sich zunehmend aus, um illegalen Plattformen den Zugang zu europäischen Märkten zu erschweren.

Gleichzeitig appelliert die Behörde an legale Anbieter, ihre Möglichkeiten zur Eindämmung des Schwarzmarktes konsequent zu nutzen. Die Studie zeigt zudem, dass faktenbasierte Regulierung ein funktionierender Ansatz ist – auch wenn der Kampf gegen illegale Angebote langfristig angelegt ist.

Glücksspielbehörde GGL Blockchain Research Lab gGmbH

(Bild von gluecksspiel-behoerde.de)

GGL-Vorstand Ronald Benter erklärt: „Die wissenschaftlich berechnete Kanalisierungsquote bestätigt unsere bisherigen Annahmen zum Umfang des Schwarzmarktes. Die Ergebnisse stützen den Ansatz der faktenbasierten Regulierung im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Inwieweit die Ergebnisse dieser Studie gegebenenfalls Anpassungen der gesetzlichen Vorgaben notwendig machen, darüber stehen wir mit den Ländern im Austausch. Zudem bleiben die Ergebnisse der derzeit laufenden Studie zum Spielerschutz im Internet abzuwarten. Unsere Maßnahmen werden sich mittelfristig auch in den Marktanteilen widerspiegeln. Der Kampf gegen illegales Online-Glücksspiel ist allerdings ein Marathon, kein Sprint. Eine belastbare Datenbasis ist entscheidend für eine wirksame Regulierung des Glücksspielmarktes. Daher werden wir auch künftig wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch in unsere Arbeit einbeziehen.“

Regulierung bleibt ein dynamischer Prozess

Die aktuellen Ergebnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung des Glücksspielstaatsvertrags ein. Ziel ist es, bestehende Maßnahmen zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Gleichwohl es auch Zweifel an so machen Studienergebnisse der Glücksspielbehörde GGL gibt. Weitere Studien, insbesondere zum Spielerschutz im Internet, sind bereits in Arbeit. Fakt ist: Der Markt bleibt in Bewegung – und die Regulierung muss Schritt halten, um langfristig Wirkung zu zeigen.

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