
Novomatic nimmt Ainsworth-Aktionäre ins Visier, während die Eigentümerfamilie sich gegen die Fusion ausspricht! (Bild von novomatic.com)
Nachdem die Hauptaktionäre von Ainsworth Game Technology (ATG) das Übernahmeangebot von NOVOMATIC vom April 2025 als unterbewertet kritisiert und abgelehnt hatten, legte Glücksspielkonzern ein neues Angebot vor. Am 20. August gab das Unternehmen ein vorbehaltloses Übernahmeangebot in Höhe von 1 Australischen Dollar pro Aktie für alle Aktien bekannt, die es noch nicht besitzt, und bezeichnete dies als sein „bestes und endgültiges” Angebot. Im Rahmen dieses Angebots werden die Aktionäre von Ainsworth die Möglichkeit haben, ihre Aktien gegen ein Entgelt in bar einzutauschen.
Novomatic unterbreitet endgültiges Angebot für Ainsworth-Aktien
Die Novomatic AG, der führende europäische Anbieter von Gaming-Technologie, hat einen neuen Schritt in seiner Absicht, die vollständige Übernahme von Ainsworth Game Technology zu erreichen, bestätigt. NOVOMATIC hält derzeit eine Mehrheitsbeteiligung von 52,9 Prozent an Ainsworth, die erstmals 2016 vom Gründer Len Ainsworth erworben wurde. Das jüngste Angebot, das als außerbörslich und bedingungslos beschrieben wird, ermöglicht es dem für Novoline Casinos und Automaten bekannten österreichischen Konzern, Aktien direkt von Investoren zu einem Preis von maximal 1 Australischen Dollar pro Stück zu erwerben.
Wichtig ist, dass NOVOMATIC betont hat, dass das Angebot endgültig ist und nicht weiter erhöht wird. Das Anfang des Jahres angekündigte Vorhaben bleibt weiterhin bestehen und bedarf der Zustimmung der Aktionäre und des Gerichts. Der unabhängige Ausschuss (Independent Board Committee, IBC) von Ainsworth hat sowohl das Vorhaben als auch das Übernahmeangebot einstimmig unterstützt und erklärt, dass das Angebot in Ermangelung eines besseren Angebots und vorbehaltlich der Schlussfolgerungen des unabhängigen Sachverständigen im besten Interesse der Aktionäre liege.
Parallele Angebote bieten Optionen für Aktionäre
In beiden Fällen liegt der Preis 35 Prozent über dem Aktienkurs von Ainsworth vor der ersten Ankündigung im April und innerhalb der vom unabhängigen Sachverständigen ermittelten Bewertungsspanne. Der Scheme of Arrangement sieht auch die Möglichkeit einer voll frankierten Dividende vor, ein Vorteil, der bei einem bedingungslosen Übernahmeangebot nicht gegeben ist. Bei einer zulässigen Dividende von 0,19 Australischen Dollar pro Aktie würden berechtigte Anleger 0,81 Australischen Dollar in bar plus 0,19 australischen Dollar an Dividenden erhalten.
Für diejenigen, die Steuergutschriften in Anspruch nehmen können, könnte sich der Gesamtwert auf 1,08 Australischen Dollar pro Aktie erhöhen. Trotz des durch das Angebot implizierten Eigenkapitalwerts von 336 Millionen Australischen Dollar wies Ainsworth in seinen kürzlich eingereichten Unterlagen darauf hin, dass die Bewertung unter dem Nettovermögenswert der Gruppe zum Halbjahresende lag. Dies löste eine Wertminderungsprüfung aus, die aufgrund der unterdurchschnittlichen Leistung zu einer Belastung von 2,1 Millionen Australischen Dollar für den Online-Bereich führte.
Auch das EBITDA ging stark zurück, um 48,2 Prozent auf 14,6 Millionen Australischen Dollar, was die finanziellen Herausforderungen des Unternehmens trotz steigender Umsätze deutlich macht. Die IBC hat die Aktionäre aufgefordert, vor der Stimmabgabe die für September erwartete ergänzende Broschüre zum Plan zu prüfen. Ainsworth hat beim Gericht beantragt, die ursprünglich für den 29. August geplante Versammlung zu verschieben, damit zusätzliche Informationen verteilt werden können.

(Bild von NOVOMATIC und Ainsworth Game Technology)
Der erste Versuch zur Übernahme der restlichen Anteile am australischen Partnerunternehmen Ainsworth Game Technology ist gescheitert!
Finanzieller Kontext und aktuelle Ergebnisse
Stefan Krenn, Mitglied des Vorstands der NOVOMATIC AG Group, meldet sich in einer Pressemeldung zu Wort: „Das bedingungslose Übernahmeangebot von NOVOMATIC bietet allen Ainsworth-Aktionären sofortige Liquidität und stellt sicher, dass jeder Ainsworth-Aktionär unabhängig vom Ausgang der Scheme-Versammlung seine eigene Entscheidung in Bezug auf das Angebot treffen kann.“
ER führt weiter aus: „Wir stellen fest, dass eine kleine Anzahl von Aktionären, darunter Mitglieder der Familie Ainsworth, angekündigt haben, dass sie das Scheme of Arrangement nicht unterstützen werden. Diese Entscheidung könnte, wenn sie umgesetzt wird, das Scheme blockieren und den Kleinaktionären von Ainsworth die Möglichkeit nehmen, am Scheme teilzunehmen. Durch die Option, im Rahmen eines Übernahmeangebots zu verkaufen, hat NOVOMATIC die Entscheidungsgewalt wieder in die Hände der einzelnen Aktionäre gelegt, unabhängig von der Größe ihrer Beteiligung.“
Stefan Krenn betont: „Angesichts der Bedeutung unserer Beteiligung an Ainsworth beabsichtigt NOVOMATIC, einen aktiveren Ansatz für seine Investition zu verfolgen und eine größere Übereinstimmung zwischen dem Entscheidungsprozess und der Gesamtinvestition herzustellen. Die Übernahme von Ainsworth steht im Einklang mit unserer internationalen Wachstumsstrategie und der Ausweitung unserer Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum und in den USA.“















Hinterlasse einen Kommentar