GGL

Die gemeinsame Glücksspielbehörde setzt die Ziele für 2023 fest und gibt ein klares Statement zum neuen Fokus der Behörde ab. (Bildquelle: Gemeinsame Glücksspielbehörde)

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde (GGL), welche seit dem 01. Januar 2023 die Aufgaben zur Regulierung in Deutschland übernommen hat, setzt für 2023 klare Ziele. In einer Pressekonferenz hat die Behörde verdeutlicht, dass auch im neuen Jahr der Fokus auf der Kontrolle bestehender Spielangebote und demnach Anbieter liegen wird. Seit der Übernahme der Aufgaben hat die GGL die Regulierungsaufgaben der einzelnen Länder übernommen und ist nun Ansprechpartner für die Glücksspielbehörde. Insgesamt brauchte die Behörde 1,5 Jahre, um eine entsprechende Verwaltung aufzubauen, um nun die 16 Bundesländer bei der Einhaltung der Glücksspielregelungen zu unterstützen. Die GGL ist dafür zuständig, die Genehmigung von Online-Glücksspielangeboten durchzuführen. Seit dem 1. Juli 2023 hat die Verwaltung bereits alle Maßnahmen zur Bekämpfung von illegalem Glücksspiel etabliert. Jetzt hat die zuständige Behörde die Ziele für 2023 durchblicken lassen, die starke Veränderungen mit sich bringen werden.

Gemeinsame Glücksspielbehörde will bei Verstößen Lizenzen entziehen

Bei einer Pressekonferenz erklärte der Verstandsvorsitzende Roland Benter, dass die GGL dazu beauftragt ist, ein legales Glücksspielangebot in Deutschland nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 zu etablieren. Dazu gehören virtuellen Spielautomaten, Online-Poker sowie Sport- und Pferdewetten. Zahlreiche Erlaubnisverfahren wurden übergangsweise durch die Länder abgeschlossen, wodurch die Kanalisierung des natürlichen Spieltriebes geschaffen wurde und die GGL nun die Aufsichtsarbeit absolviert. Selbstverständlich werden die aktuell 75 Mitarbeiter der Behörde auch weiterhin Erlaubnisverfahren bearbeiten. Nach aktuellem Stand seien rund 78 eingegangene Anträge bei der Verwaltung vorliegend, wobei rund 25 Anbieter eine Genehmigung erhielten. Die restlichen Anträge liegen noch in der Bearbeitung, da das Genehmigungsverfahren sehr umfangreich ist.

Ronald Benter, Vorstand der GGL, sagte dazu: „Wir sind gut vorbereitet und arbeitsfähig. Mit der GGL bekommt Deutschland zum ersten Mal eine zentrale Aufsichts- und Vollzugsbehörde für das Glücksspiel im Internet.“

Für 2023 hat die Behörde einen klaren Fokus gesetzt und erläutert, dass sie die Überwachung der Anbieter als Ziel für das neue Jahr sehen. Während der Pressekonferenz macht der Vorstand der GGL noch einmal deutlich, dass er bei Verstößen, die den sicheren Online Glücksspielmarkt gefährden, strenge Maßnahmen ergreifen.

Ronald Benter sagt dazu: „Wir werden Erlaubnisse wieder entziehen, wenn wir gravierende Verstöße feststellen. Denn unser Ziel sind gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter. Wir wollen dafür sorgen, dass sich das Geschäftsmodell, illegales bzw. nicht regelkonformes Glücksspiel im Internet anzubieten, langfristig nicht lohnt.“

Eindämmung illegaler Angebote: GGL wird 2023 strenger vorgehen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde setzt weitere Ziele für 2023 fest und verdeutlicht noch einmal, dass sie vehement gegen das illegale Glücksspiel vorgehen wird. Anbieter, die nicht auf der Whitelist stehen, sind auch nicht reguliert und dürfen demnach für Deutschland keine Online Casinos betreiben. Auf der Whitelist stehen beispielsweise Merkur Online Casinos oder auch die Angebote von Novomatic und weiteren in Deutschland bekannten Marken.

Schwanke von der GGL sagt dazu: „Auch im Vollzug werden wir konsequent vorgehen: Jeder Anbieter, der nicht auf der Whitelist steht, wird aufgegriffen, egal wie groß er ist.“

In diesem Zusammenhang unterstützt die GGL den Aufbau einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Halle (Saale), um schnellere Verfahren gegen unerlaubte Glücksspielanbieter durchführen zu können. Außerdem möchte die Behörde dafür sorgen, dass der Spielerschutz weiter ausgebaut wird und dass die Themen Suchtprävention wieder vermehrt im Fokus der Unternehmen auftauchen.