
OLG München Urteil schafft Klarheit für Wettanbieter mit deutscher Lizenz! (Bild von ArtsyBeeKids auf Pixabay)
Ein wegweisendes Urteil aus München sorgt für neue Klarheit im deutschen Glücksspielmarkt. Das Oberlandesgericht München hat Anfang Januar 2026 eine Klage gegen einen konzessionierten Sportwetten-Anbieter vollständig abgewiesen. Im Fokus stand die Frage, ob angebliche Verstöße gegen Einsatzlimits zu Rückforderungs- oder Schadensersatzansprüchen führen können. Die Entscheidung ist von erheblicher Bedeutung für Sportwetten Anbieter mit deutscher Lizenz, da sie erstmals ausdrücklich auch vertragliche Schadensersatzansprüche verneint. Damit setzt das Gericht ein deutliches Signal für Rechtssicherheit und die Wirkung staatlicher Konzessionen.
OLG München verneint Haftung zugelassener Wettanbieter mit deutscher Lizenz
Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Spieler einem Sportwettanbieter mit Lizenz in Deutschland vorgeworfen, das gesetzlich vorgesehene monatliche Einzahlungslimit von 1000 Euro nicht eingehalten zu haben. Der Anbieter verfügte jedoch über eine gültige Konzession nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021. Das OLG München stellte klar, dass selbst ein möglicher Verstoß gegen aufsichtsrechtliche Vorgaben keine zivilrechtliche Haftung begründet.
Weder Rückzahlungsansprüche noch Schadensersatzforderungen seien daraus ableitbar. Das Gericht knüpft damit konsequent an seine frühere Rechtsprechung an und bestätigt, dass Regelverstöße primär aufsichtsrechtlich zu bewerten sind.
Vertragsrechtliche Ansprüche erstmals ausdrücklich ausgeschlossen
Besonders bemerkenswert an dem Urteil vom 5. Januar 2026 ist die ausdrückliche Zurückweisung vertraglicher Schadensersatzansprüche – geht aus einem Blog-Beitrag von Melchers Rechtsanwälte hervor. Während sich frühere Entscheidungen vor allem mit bereicherungsrechtlichen oder deliktischen Forderungen befassten, geht das OLG München nun einen Schritt weiter. Die Richter stellten klar, dass die Vorschriften zu Einsatzlimits keine zivilrechtlichen Verbote darstellen, sondern verwaltungsrechtliche Pflichten regeln. Daraus lasse sich keine vertragliche Nebenpflicht ableiten.
Diese Bewertung verhindert eine Umgehung der gesetzlich vorgesehenen Rechtsfolgen. Denn dort, wo der Gesetzgeber bewusst auf zivilrechtliche Sanktionen verzichtet und die Kontrolle den Aufsichtsbehörden überträgt, könne nicht über den Umweg des Vertragsrechts gehaftet werden. Für Sportwetten Anbieter mit deutscher Lizenz bedeutet dies eine erhebliche Stärkung ihrer rechtlichen Position. Gleichzeitig schafft das Urteil eine klare Abgrenzung zwischen Aufsichtsrecht und Zivilrecht – ein Aspekt, der auch für Online Casinos mit deutscher Lizenz und andere regulierte Marktteilnehmer relevant ist.
Die Entscheidung des OLG München trägt dem Legalitätsprinzip und der Einheit der Rechtsordnung Rechnung. Konzessionierte Anbieter dürfen darauf vertrauen, dass ihre staatliche Genehmigung rechtliche Wirkung entfaltet. Das Urteil sorgt zudem für Konsistenz im Haftungsrecht, indem es deliktische und vertragliche Anspruchsgrundlagen sauber voneinander trennt.
Für den Markt bedeutet dies mehr Planungssicherheit – nicht nur für lizenzierte Sportwetten, sondern auch für andere regulierte Segmente. Mit ausreichendem Abstand gilt das ebenso für deutsche Wettanbieter mit Lizenz, die sich im Rahmen des Konzessionsverfahrens an strenge Vorgaben gehalten haben.

(Bild von ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de)
Urteil vom OLG Frankfurt: Sportwettenanbieter müssen verlorene Einsätze erstatten, wenn sie eine bestehende OASIS-Sperre nicht prüfen. Das Urteil stärkt den Spielerschutz und verpflichtet lizenzierte Anbieter zu konsequenten Sperrkontrollen vor jeder Wettannahme.heit.
Bedeutung für den regulierten Glücksspielmarkt
Mit dieser Entscheidung setzt das OLG München einen unmissverständlich rechtlichen Maßstab. Keine Erstattungsansprüche gegen lizenzierte Sportwetten Anbieter! Jedwede Schadensersatzansprüche gegen erlaubte Anbieter finden dort ihre Grenze, wo der Gesetzgeber bewusst auf zivilrechtliche Sanktionen verzichtet hat. Für Wettanbieter mit deutscher Lizenz ist das Urteil ein starkes Signal – für den regulierten Glücksspielmarkt insgesamt ein Schritt hin zu mehr Rechtssicher















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